Blue Mountains Sydney: Hohe Erwartungen werden meist enttäuscht. Ob auf unserer »Tour durch Nord Queensland oder gerade letzte Woche beim Vergleich von »Bondi & Manly Beach sowie der Watsons Bay, immer gefielen uns die weniger bekannten Orte besser als die, an die wir hohe Erwartungen hatten. Vielleicht sollten wir Reiseführer künftig so nutzen, dass man genau die Orte, die drin stehen umgeht und alles drum herum besichtigt.

Vielleicht aber auch nicht.

Denn endlich ist es soweit. Ein Ort, der uns bereits sehr gut bekannt war hat unsere Erwartungen nicht nur getroffen sondern sogar übertroffen. Die Blue Mountains Sydney.

Günstige Anreise

Für gerade mal $2.50 pro Person können wir sonntags von Sydney nach Katoomba in die Blue Mountains fahren. Vom Stadtzentrum aus ist kein Umsteigen notwendig und die Züge fahren alle 30 Minuten. Einfacher kann die Anreise nicht sein. In Katoomba angekommen, läuft man entweder nochmal 20 Minuten oder nimmt den Bus, der direkt von der Katoomba Train Station den bekannten »Echo Point ansteuert. Von hier aus hat man einen grandiosen Blick auf die berühmten Felsformationen der Blue Mountains Sydney: die „Three Sisters“.

Echo Point Blue Mountains Sydney

Massentourismus

Touristenbusse. Asiatische Reisegruppen. Anstehen um überhaupt mal ein Foto direkt vor dem Ausblick zu bekommen. Oha. Bei unserer Ankunft sieht es glatt so aus, als würden unsere hohen Erwartungen mal wieder enttäuscht. Anders als am Bondi oder Manly Beach können wir den Massen hier aber relativ leicht entfliehen.

Da ist sie, die unendliche Weite der Blue Mountains Sydney.

Egal in welcher Richtung man sich vom Echo Point entfernt, die Massen lässt man schnell hinter sich.

Blue Mountains Sydney

In Sydneys Arbeitsalltag versunken, rückt der Gedanke, in welch einem traumhaften Land wir uns eigentlich befinden manchmal etwas in den Hintergrund. Dieser Moment ist dafür gemacht, uns schlagartig wieder daran zu erinnern. Australien schmeißt uns seine Schönheit buchstäblich vor die Füße. Diese Weite, dieses Grün, die tief hängenden Wolken, der blaue Himmel. Unendlicher Regenwald nur knappe zwei Stunden westlich von Sydney.

Das Grün der Blue Mountains Sydney

Ich muss an unsere Zeit »auf der Farm denken. Wie vielseitig kann ein Land eigentlich sein? Abseits von Charters Towers durften wir die rote Weite des Kontinents erleben.

Kontrast zu den Blue Mountains Sydney

Hier stehen wir nun auf einem grünen Teppich der Unendlichkeit. Es scheint wie ein anderer Planet, doch wir befinden uns nicht nur nach wie vor auf der Erde, sondern sogar in ein und demselben Land.

Mein Tipp →

Selbst wenn ihr keine großen Wanderer seid: entfernt euch wenigstens ein paar Meter vom Echo Point und ihr lasst die Touristengruppen hinter euch.

Ich werde ein bisschen nostalgisch. Seit fast einem Jahr sind wir nun schon in Australien unterwegs. Ich lausche den exotischen Tönen des Dschungels. Wieder wandern wir über matschige Wege, durch Gebüsch und werden begleitet von den uns mittlerweile so bekannten Geräuschen. Wie ungewohnt schien uns damals auf unserer »ersten Wanderung durch Kuranda sogar der allgegenwärtige Bush Turkey!? Oder in Pallarenda haben wir noch begeistert den »schreienden Kookaburra gefilmt. Mittlerweile glaube ich, dass uns zurück Zuhause das sanfte Gezwitscher der heimischen Vögel seltsam vorkommen wird. Es scheint als sei die Vogelwelt hier etwas mitteilungsbedürftiger als Zuhause.

Highlights

Scheinbar gehören wir zu den langsamen Wanderern der Blue Mountains Sydney. Der Loop, den wir gelaufen sind hat ungefähr 4,5 Stunden gedauert. Der Mann in der Touristeninformation hat eigentlich 3 Stunden veranschlagt. Naja, da hat er offenbar nicht den Vlogger-Speed einberechnet. Filmen, Fotografieren und Genießen dauert eben etwas länger. Im Video habe ich unsere Wander-Runde detailliert zusammen gefasst:

Mein absolutes Highlight der Blue Mountains Sydney sind die Katoomba Falls/ der Queen Elizabeth View Point. Direkt links bzw. über einem rauscht der massive Wasserfall nach unten, lässt man den Blick ein wenig nach rechts schweifen, kommt einem wieder die Unendlichkeit der Wälder entgegen. Läuft man von den Wasserfällen ein Stückchen weiter zum Ausblick, der als Queen Elizabeth Lookout beschildert ist, tauchen sogar die Felsformationen der „Three Sisters“ wieder auf.

Katoomba Falls Blue Mountains

Three Sisters Blue Mountains Sydney

Hier bleibt uns mal wieder der Atem weg, so überwältigend ist Mutter Natur.

Eine eher unangenehme Überraschung führt zu unserem weiteren Highlight. Erst dachten wir:

„Oh neeeeee, jetzt fängt’s an zu regnen!!!“

Wie ätzend, natürlich genau jetzt wo wir inmitten der Giant Stairway 900 Stufen bewältigen müssen um wieder hoch zum Echo Point zu kommen. Hier können wir uns selbstverständlich nirgendwo unterstellen. Der Deutsche Mecker-Instinkt kommt auf. Ein paar Minuten später wurde das Fluchen allerdings von staunenden „Ohhhhs und Ahhhhhs“ übertönt.

Regenbogen in den Blue Mountains Sydney

Es fielen nur ein paar Tropfen, also gar kein Grund sich aufzuregen. Mutter Natur war aber noch längst nicht fertig mit ihrer kreativen Session. Sie malte uns einen perfekten Regenbogen in den Himmel. Diesmal blieb uns der Atem im wahrsten Sinne des Wortes weg, so erschöpft waren wir bereits vom Treppensteigen. Das zum sowieso schon beeindruckenden Farbspiel kommende Spektakel nahm uns dann wirklich die letzte Luft aus den Lungen.

Farbspiel in den Blue Mountains Sydney

Zurück zu den Massen

Die Giant Stairway endet quasi auf den „Three Sisters“. Man kommt direkt oben bei der Felsformation an. Hier heißt es allerdings wieder „Rein ins Getummel!“ Nach diesen wundervollen Momenten zwischen Mutter Natur und uns stand uns der Sinn noch weniger nach anderen Menschen. Dementsprechend beenden wir unsere Wanderung in den Blue Mountains Sydney relativ abrupt. Voll von den Geräuschen und Farben der Natur, vom Gefühl der Unendlichkeit, mit rauschenden Wasserfällen und dem Ruf des Whipbirds im Kopf machen wir uns auf den Weg zurück in die Stadt.

Ein Fazit ob sich der Ausflug zu den Blue Mountains Sydney lohnt kann ich mir glaube ich sparen oder? Ich kann nur sagen: „HIN DA!!!!“

Jetzt aber erstmal wieder zurück in den Alltag: Chris sitzt wieder am Telefon und ich bereite die nächste Ladung Meat Pies vor.

Bis zu nächsten Mal,

Eure Christina

»Ich bin Christina 

Schön, dass ihr mit mir nach Australien reist! Erlebt Down Under, seine Bewohner und ihre Geschichten durch meinen Blog. Profitiert vom Erfahrungswert meiner Australien-Experten und taucht ein, in die Schönheit des Roten Kontinents. 

2017-08-08T12:38:28+00:00

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