Es gibt diese Tage im Leben, die fühlen sich an als wären sie nie passiert. Die Erinnerung daran ist, als hätte man den besten Hollywood-Streifen aller Zeiten gesehen. Man bekommt Gänsehaut, wird emotional, hat Tränen in den Augen. Erst dann versteht man: „Nein, das war kein Film! Das war ein Tag in meinem eigenen Leben!“

Kurzes Update

Hier sind wir nun, zurück in Deutschland, zurück im Arbeitsleben. Ihr habt nichts von uns gehört in letzter Zeit, wir sind einfach von der Bildfläche verschwunden. Wer unseren Blog regelmäßig gelesen hat fragt sich, ob uns der Rote Kontinent einfach verschluckt hat. Schließlich waren wir zumindest auf unserer Website gerade noch mitten in unserem australischen Road Trip Abenteuer.

Weit gefehlt, nicht Australien hat uns verschluckt, sondern die deutsche Arbeitswelt. Der Alltag. Vom Vollzeit Backpacker zurück zum Vollzeit Arbeitnehmer. Wir haben es ja sowieso nicht geschafft live zu berichten dachten aber eigentlich es zeitnah aufholen zu können.

Weit gefehlt!

Eingewöhnung, Wohnungssuche, Jobsuche, Umzug. All das hat uns die letzten Monate so beschäftigt gehalten, dass wir euch komplett vernachlässigt haben. Es tut uns sehr Leid!

On Brink zurück in Deutschland

Wir sind bereits seit letztem Oktober zurück in Deutschland. Unsere Abenteuer kommen uns mittlerweile vor wie oben beschrieben: wie ein extrem guter Hollywood Film. Um dieses Gefühl loszuwerden, um uns wieder vor Augen zu führen, dass dies unser eigenes Leben war aber auch um unsere Australien-Geschichte zu Ende zu erzählen, wird es nun wieder regelmäßige Berichte geben. Wir geben keine zeitlichen Versprechen aber wir geben unser Bestes das Bloggen nun wieder in unserem Alltag zu integrieren!

Vergesst also vielleicht am Besten dieses kurze Intro und kommt wieder mit. Begleitet uns wieder auf unserem Road Trip von Sydney nach Adelaide!

Träume erfüllen

Diese Tage auf die man schon ewig hin gefiebert hat. Genau die Tage, die einem hinterher vorkommen als hätte man sie selbst nicht erlebt. Sie fühlen sich bereits während des Erlebens unwirklich an! Ein Traum geht heute in Erfüllung! Wir stürzen uns aus einem Flugzeug – freiwillig! Kann das wirklich sein? Machen wir das jetzt wirklich? Werden wir wirklich Fallschirmspringen in Wollongong??

Ja!!!!

Das letzte Mal, dass meine Hände dauerhaft so schwitzig waren, war glaube ich bei der Abgabe meiner Masterarbeit. Chris fährt uns zum Absprungort nach Wollongong. Wir haben leere Mägen. Die Aufregung ist zu groß und auch die Angst, dass beim Sprung sowieso alles wieder hoch kommen würde. Wir sind ziemlich ruhig, hängen unseren Gedanken nach. Der Blick wandert nach oben – perfekter, blauer Himmel, endlich! Darauf hatten wir gewartet. Dem Sprung steht nichts mehr im Weg.

Versicherung abschließen

Formulare werden ausgefüllt. Wir bestätigen 100 Mal dass alles auf unsere eigene Verantwortung passiert. Wir werden gefragt ob wir eine Zusatzversicherung abschließen wollen. Eine Versicherung? Was soll denn bitte versichert werden? Wenn wir hier nicht heile runter kommen wird eine Versicherung auch nicht mehr viel helfen! Die Empfangsdame schaut mich etwas schüchtern an, druckst herum. Naja, das wäre dann dafür, dass unsere toten Körper zu unserer Familie transportiert werden.

Na herzlichen Dank auch! Darüber wollte ich jetzt eigentlich nicht nachdenken.

Wir verneinen höflich. Für so etwas würde sowieso bereits unsere Auslandskrankenversicherung sorgen.

Wir bekommen ein schönes Skydive Outfit, ein kleines Intro wie wir uns während des Sprungs zu verhalten haben. Ich frage mich ob ich mich oben bei der Aufregung überhaupt an irgendetwas erinnern werde aber naja, wir werden sehen. Danach warten wir. Wir hatten den Sprung für 9 Uhr gebucht, alles läuft aber nach dem Prinzip „wer zuerst kommt mahlt zuerst“. Wir hatten vergessen ein Formular auszufüllen. Dies mussten wir vor Ort nachholen und sind somit in die zweite Gruppe gerutscht. Sprich, wir können erst gegen 10.30 Uhr springen. Danke, noch mehr Zeit sich wahnsinnig zu machen also.

Mein Tipp →

Prüft vorher, ob ihr alle notwendigen Formulare bereits ausgefüllt habt.

Naja wenigstens sehen wir so wie alle sicher wieder zurück kommen und das breiteste Grinsen dieser Welt an den Tag legen. Begeisterung, Adrenalin, Jubel. Fallschirmspringen in Wollongong sieht aus dieser Perspektive schonmal gut aus! Als wir endlich in den Bus steigen, der uns zum Abflugort bringt schlottern mir die Knie. Mein Gott bin ich aufgeregt!

Videopaket

Für $160 habe ich ein Videopaket zum Sprung dazu gebucht. Ich weiß, unfassbar teuer! Aber hey, das ist eine „Once-in-a-lifetime“ Erfahrung und die will ich festhalten. Mein Tandem-Partner hält mir aber jetzt die ganze Zeit die GoPro vor die Nase und fragt wie ich mich fühle. Nach dem 10. Mal fällt mir nichts mehr ein. Ich bin sau aufgeregt, nimm das Ding vor meiner Nase weg! Ich gebe ihm die Daumen nach oben. Mehr schaffe ich nicht.

Flug mit offener Tür

Ob es nun daran liegt, dass ich die einzige in der Gruppe bin die das Videopaket gebucht hat oder ob es einfach Zufall ist. Ich bin diejenige, die als erstes springen wird. Ich sitze also DIREKT an der Tür. Die Tür, die auch während des Starts die ganze Zeit halb geöffnet bleibt. Mein Gott. Ich sitze in einer kleinen, klapprigen Propellermaschine. Die Tür steht halb offen und gleich werde ich mich in die Tiefe stürzen.

Ich hatte noch nie Flugangst aber gerade geht mir echt der Ar*** auf Grundeis!

Ich frage meinen Tandem-Partner ob sich schonmal jemand im Flugzeug noch gegen den Sprung entschieden hat. Einmal sei ihm das passiert meint er. Aber ich wäre mit Sicherheit nicht die Zweite gibt er mir bestimmt zu verstehen. Alles klar! Verstanden! Das Fallschirmspringen in Wollongong wird nun also Wirklichkeit! Ich wage es nochmal aus der Tür zu schauen. Wow – welch ein Ausblick. Die Aufregung ist kurz mal vergessen.

Fallschirmspringen in Wollongong

Ich bin nicht sicher ob ich das jetzt irgendwie in Worte fassen kann. Vermutlich nicht. Wir haben die Sprunghöhe erreicht. Die Tür wird wieder komplett geöffnet. Mein Sprungpartner schnallt mich eng an ihn. Richtig eng. Ist gut so, bitte so eng wie möglich, nicht dass sich was löst! Wir robben zum Flugzeugrand. Mein Gott ist das schön! Unsere Beine baumelt nach unten. Die Haare fliegen mir um die Ohren. Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit. Meine Gedanken überschlagen sich. Mein Tandem-Partner bewegt sich mit dem Körper leicht nach vorn. Ich mache mich bereit. Gleich geht’s los. Wie jetzt, doch nicht? Er geht wieder nach hinten.

Wie gemein war das denn?!

Fallschirmspringen in Wollongong

Wie lange werden wir hier noch an dieser Kante sitzen? Ein absolutes Gedankenkarussell. Die Ampel war noch nicht grün, deshalb mussten wir doch noch kurz warten. Unten ein Teppich aus Blau- und Grüntönen. Er nimmt meinen Kopf nach hinten. Okay, das Zeichen dass es jetzt wirklich los geht. Das Fallschirmspringen in Wollongong ist kein Traum mehr, kein Gedanke, der mal durch den Kopf rauscht, nein es ist echt. Es passiert gerade. Es passiert jetzt!

Fallschirmspringen in Wollongong

ZISCH – ICH FLIEGE!!!!!!!

Jemand schreit, ich glaub es bin ich. Ich habe keine Ahnung, alles ist so unwirklich. Ich bekomme keine Luft. Ich bin unendlich leicht, Luft bahnt sich mit einer ungewohnten Macht ihren Weg durch Nase, Mund und Ohren. Alles zischt. Ich fliege!!!

Mit einem Mal werde ich nach hinten gerissen. Oh Gott, das war der Fallschirm! Wir leben! Wow, jetzt spüre ich einen unfassbaren Druck in den Ohren! Ich habe keinen Druckausgleich gemacht, wie dumm von mir! Egal, ich fliege immer noch. Wir gleiten durch die Lüfte. Ich finde keine Worte, es ist einfach zu schön, unbeschreiblich, unwirklich und doch liegt es direkt unter mir. Diese Landschaft, diese Farben, der Strand, die Bäume. Wir drehen uns erst in die eine, dann in die andere Richtung. Wie eine angenehme Achterbahnfahrt. Ich fliege!

Fallschirmspringen in Wollongong

Unten angekommen geht mein erster Blick nach oben. Ist Chris auch sicher angekommen? Ja! Oh mein Gott! Wir fallen uns in die Arme! War das geil!

Skydive Sydney

Fazit Fallschirmspringen in Wollongong

Hat man sich so einen Fallschirmsprung einmal in den Kopf gesetzt, geht oft die Recherche los. Wo ist der beste Absprungort, welche Firma ist am sichersten, wo bekomme ich das Meiste für mein Geld. Zum Thema Sicherheit kann ich nur sagen, dass es landes- und ich glaube sogar weltweite Bestimmungen gibt. Es ist und bleibt ein ein risikoreiches Ereignis aber alle müssen sich an die gleichen Vorschriften halten. 6 Wochen vor unserem Sprung ist ein Tourist in Wollongong gestorben. Die Gruppe, die direkt nach uns gesprungen ist hatte ein Tandem-Pärchen, das nur mit dem Ersatzschirm runter gekommen ist. Der erste hat sich nicht geöffnet. Behaltet also bitte im Kopf, dass es ein lebensgefährliches Erlebnis ist, dem ihr euch hingebt.

Vom Ort her kann ich das Fallschirmspringen in Wollongong wärmstens empfehlen. Man sieht die Skyline Sydneys im Hintergrund, das blaue mehr und den weißen Strand unter sich. Auch der weite Busch des Kangaroos Valley breitet sich unter einem aus. Eine schönere Kulisse kann ich mir nicht vorstellen.

Mein Tipp →

Wollongong ist als Absprungort perfekt!

Ein Tag voller Highlights

Das Adrenalin pumpt weiterhin durch unsere Körper. Kurz nach dem Sprung sitzen wir schon wieder im Van. Wir wollen heute noch an den weißesten Stränden dieser Welt schlafen. Nur um diesen Tag noch irrealer werden zu lassen. Wie gesagt, es gibt diese Tage…

Als wäre das Fallschirmspringen in Wollongong nicht schon Highlight genug, begrüßen uns nun auch noch kleine, süße Wallabies am Campingplatz in der schönen Jervis Bay. Wir haben uns für den Green Patch Campground entschieden. Direkt am Strand, umgeben von Wallabies, Papageien, Kookaburras und Natur pur.

Während wir immer noch über die Ereignisse des Tages sinnierend am Grill stehen klauen uns die Kookaburras zwei Würstchen. Freche Dinger! Vielleicht waren wir aber auch abgelenkt von den ganzen Kängurus, die um uns herum hüpfen oder vom U-Boot, dass hinter uns im Meer abtaucht. Habt ihr schonmal ein U-Boot in Betrieb gesehen? Was ist denn nur mit diesem Tag los???

Kostenübersicht Road Trip Tag 5

  • 458 Skydive

  • 70 Levy (Skydive Steuer)

  • 160 Videopaket

  • 8,80 Kaffee/ Kakao

  • 33 Benzin

  • 21 Campingplatz


  • 750,80 Gesamtausgaben

Zugegeben: auf unserem Road Trip von Sydney nach Adelaide können wir uns so einen Tag nicht oft leisten. Aber ist er am Ende nicht doch unbezahlbar?! Erlebnisse, die wir niemals vergessen werden. Momente, über die wir unser restliches Leben reden werden. Blicke ich mit etwas Abstand auf diesen Tag zurück denke ich nur:

DANKE, dass ich so etwas erleben durfte!

Viele Grüße,
Eure Christina

»Ich bin Christina 

Schön, dass ihr mit mir nach Australien reist! Erlebt Down Under, seine Bewohner und ihre Geschichten durch meinen Blog. Profitiert vom Erfahrungswert meiner Australien-Experten und taucht ein, in die Schönheit des Roten Kontinents. 

2018-09-23T16:13:53+00:00

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