Warum Sabines Liebe zu Australien so groß ist? Heute habe ich das große Glück, euch ein paar Antworten dazu geben zu können. Sabine schreibt auf ihrem Blog »www.fratuschi.com über Luxusreisen und exklusive Erlebnisse. Ihr Herz hat sie an Australien verloren und berichtet immer wieder begeistert von ihren Erlebnissen dort.

1.

Warum Australien? Wie hat es Australien aus der Ferne geschafft, dich in seinen Bann zu ziehen?

  • Immer schon hat mich das Outback angezogen 

  • Diese rote und heiße Erde
  • Die unendliche Weite

  • Die Geschichte der Aborigines und ihrem Leben in Einklang mit der Natur

Vor vielen Jahren, es muss Ende der 90er gewesen sein, habe ich „Traumfänger“ der amerikanischen Autorin Marlo Morgan gelesen. Kurz gesagt, geht es um eine Frau, die auf einen Walkabout mit Aborigines geht. Mittlerweile ist klar, die Geschichte war frei erfunden und es war unfassbar respektlos von der Autorin, ihre Erzählung als Tatsachenbericht auszugeben. Dennoch – damals waren diese Hintergründe noch nicht bekannt – hat es die Sehnsucht nach dem australischen Busch in mir bekräftigt.

Wenn ich mich für etwas interessiere, dann lese ich mich weiter ein, sehe mir Reportagen an und forsche nach. So war es auch bei Australien und je mehr ich erfuhr, desto mehr wuchs meine Liebe zu Australien.

Rote Erde sorgt für Liebe zu Australien

2.

Was war deine größte Angst, bevor du nach Australien geflogen bist? Wurde sie bestätigt oder war sie völlig unbegründet?

Meine größte Angst war, dass mich Australien enttäuscht. Das ich dort ankomme und alle meine Vorstellungen und gesammelten Informationen nicht mit der Realität übereinstimmen. Aber dazu gleich mehr. Ich erzähle dir lieber erst noch von meinem Mann, der wirklich große Angst vor den gefährlichen Trichternetz-Spinnen hatte, eigentlich insgesamt vor allen Spinnen. Doch in den ganzen vier Wochen haben wir genau zwei Spinnen gesehen: Ein großes, haariges, cremefarbenes Exemplar im Outback und eine große, schwarze Spinne im Regenwald. Beide waren also an Plätzen, die ich einfach mal als ihr zu Hause bezeichnen würde. Dennoch hat mein Mann ganz sorgfältig immer alle Zimmer und Schränke abgesucht und auch ganz vorbildlich seine Socken in die abgestellten Schuhe gestopft.

Spinne in Australien

3.

Bist du in einem Aspekt von Australien enttäuscht worden? Wurde eine deiner Erwartungen übertroffen?

Ich hatte sehr konkrete Vorstellungen und hohe Erwartungen an das Land, die Natur und die Menschen. Ich wurde kein bisschen enttäuscht.

Wenn ich an Australien denke, gibt es nur einen einzigen Aspekt, der mich enttäuscht.

Ich hatte gehofft, diese junge Nation würde aus den Fehlern der alten Nationen lernen.

Doch ganz besonders in Punkto Umweltschutz tut die australische Regierung sich schwer. Der Kohlebergbau und das kurzfristige Wirtschaftswachstum werden immer noch den wahren Schätzen des Landes vorgezogen. Besonders die immer wieder gelockerten Auflagen zum Schutz des Great Barrier Reefs ärgern Umweltschützer auf der ganzen Welt und auch mich.

Meine Erwartungen an diese Reise wurden definitiv übertroffen. Ich kann nur schwärmen: von den Farben des Himmels, den Sonnenauf- und -untergängen, den Landschaften und dieser unendlichen Weite. Weder durch Fotos, noch durch Videos kann diese unfassbar schöne Landschaft annähernd realistisch dargestellt werden. Es ist einfach noch viel großartiger als man es sich vorstellt. Ist man erstmal da, wird die Liebe zu Australien größer und größer. Vielleicht können die Bilder von meinem »Rundflug über das Outback wenigstens einen kleinen Eindruck liefern.

Outback sorgt für Liebe zu Australien

4.

Welcher Moment war dein schönster in Down Under?

Ich muss zwei Momente nennen, denn beide haben mich ganz tief berührt und zum Weinen gebracht:

Wir waren im Outback nahe des Uluru. Dort durften wir ein nächtliches Dinner unter freiem Himmel genießen – nur wir Zwei.

Ich werde niemals diesen Sternenhimmel vergessen.

Wir sahen ganze Galaxien, Planeten, und die Milchstraße war zum Greifen nah. Durch die niedrige Luftfeuchtigkeit und keine störenden Lichtquellen kann man im australischen Outback den Sternenhimmel ganz besonders deutlich und klar sehen.

Auf Kangaroo Island in Südaustralien hatte ich den anderen ganz besonders schönen Moment. Hier ist der Südpazifik so unfassbar mächtig, wild und dabei schillert er blau-türkis. Am Morgen nach unserer ersten Nacht auf der Insel schaute ich aus dem bodentiefen Hotelfenster auf die Hanson Bay.

Der Sonnenaufgang vermischte sich mit dem zartem Seenebel, der über der Bucht lag.

Ich habe so etwas noch nie gesehen, es war ein ganz besonders malerischer und perfekter Moment. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Deshalb habe ich diesen Ort auch als den für mich »schönsten Ort der Welt beschrieben.

Lieblingsmoment in Australien

5.

Wie würdest du die Menschen in OZ beschreiben?

  • Freundlich
  • Höflich
  • Hilfsbereit

Den meisten Kontakt hatten wir zu australischen Touristen und zu den Guides, mit denen wir viele Touren unternommen haben.

Im Kontakt stellten sie sich immer als sehr interessierte und offene Gesprächspartner heraus, die ihr Land sehr lieben aber auch mal kritisch der australischen Politik gegenüberstehen. Sie sorgen dafür, dass die Liebe zu Australien auch bei den Besuchern des Landes größer wird. Im Umgang mit potenziellen Gefahren durch giftige Tiere habe ich die Menschen dort als sorgsam aber entspannt erlebt. Ebenso cool und relaxed ging man auch damit um, wenn mal was schiefging. Zum Beispiel als die einzige Straße zu unserem Hotel im Regenwald durch die Folgen des Zyklon Nathan überschwemmt war. Auch für den Geländewagen mit hochgelegtem Ansaugstutzen war sie nicht passierbar. Es musste eine neue Lösung gefunden werden. Wir – typisch deutsch – wurden schon nervös, während unser Guide ganz ruhig war, Kaffee für uns alle besorgte und einfach ein paar Telefonate führte.

Nun gut, die Option, dass uns ein Helikopter auf dem nahe gelegenen Rugbyfeld abholt und zum Hotel bringt, hatten wir bis dahin einfach nicht auf dem Schirm. 

So kamen wir noch zu einem ungeplanten aber tollen Helikopterflug über den Daintree National Park.

6.

Was ist für dich der gravierendste Unterschied zwischen Deutschland und Australien?

Die Weite und die Natur! Es ist der weite Blick in die Ferne, den man in Europa wohl kaum findet. In Kombination mit den beeindruckenden Farben ist das unheimlich intensiv. Dazu kommt diese angenehme Einsamkeit, natürlich abgesehen von den Großstädten.

Viele Reisende berichten von der Freundlichkeit und Entspanntheit der Australier und auch ich kann diese nur bestätigen. Ich möchte dir mein Lieblingsbeispiel erzählen: Als wir von Adelaide nach Kingscote auf Kangaroo Island fliegen wollten und ich durch den Securitycheck ging, sagte die Kontrolleurin etwas zu mir und habe es einfach nicht verstanden. Ich muss zugeben, mein Englisch ist ok aber ausbaufähig. Ich entschuldigte mich für mein schlechtes Englisch und sagte ihr, dass ich sie leider nicht verstanden hätte. Sie lächelte, streichelte meine Schulter und sagte:

„You do well, honey.“

Dann sprach sie einfach deutlicher und langsamer und ich verstand, dass ich auch meine Jacke ausziehen musste. Ich behaupte einfach mal, in Deutschland wäre ich in dieser Situation nicht so herzlich behandelt worden. Etwas mehr von dieser Art Freundlichkeit würde ich mir in Deutschland wünschen.

Pure Liebe zu Australien

7.

Welche Orte willst du unbedingt noch in Australien sehen und warum?

Ganz klar den Westen Australiens. Hier ganz besonders die Kimberleys. Auf unserer Rundreise im letzten Jahr fragten wir jeden Guide, welche Region er uns noch empfehlen würde und fast immer wurden die Kimberleys genannt. Die Schluchten, Wasserfälle und Wüstenlandschaften müssen traumhaft sein. Auch wenn wir vermutlich erst in ein paar Jahren wieder nach Down Under kommen, suchen wir jetzt schon nach den Orten, die wir dann bereisen wollen. Neben den Kimberleys steht auch das Ningaloo Reef sowie Shark Bay hoch im Kurs. Verbinden werden wir dies vermutlich mit Perth und / oder Broome. Mal sehen, wie wir noch Melbourne und die Great Ocean Road in diesen Plan einbauen. Du merkst schon, eigentlich würde ich gerne den gesamten Kontinent bereisen und kann allen, die noch zweifeln sagen:

Australien: Machen – es lohnt sich!

»Ich bin Christina 

Schön, dass ihr die Tipps meiner Australien-Experten schätzt! Es würde mich freuen, wenn ihr auch Lust habt, mich durch Down Under zu begleiten. Viel Spaß auf meinem Blog!

2017-08-08T12:26:04+00:00

10 Comments

  1. Sabine 2. September 2016 at 14:07 - Reply

    Es hat ganz viel Spaß gemacht und ich freue mich schon sehr auf das Interview mit dir!
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Christina 3. September 2016 at 1:21 - Reply

      Vielen, vielen Dank für das tolle Interview! Ich freue mich über unsere gemeinsame Leidenschaft Australien 🙂

      Viele Grüße,

      Christina

  2. […] Und nun bitte schön, hier geht es lang : “Fratuschis Liebe zu Australien“ […]

  3. Daniela 5. September 2016 at 9:31 - Reply

    Das ist ein tolles Interview, irgendwie anders als viele anderen. Sehr… intensiv.
    Der Blog hier gefällt mir vom Style auch sehr gut.
    Freu mich, euch entdeckt zu haben.
    Liebe Grüße
    Daniela

    • On Brink 6. September 2016 at 4:44 - Reply

      Vielen Dank liebe Daniela! Ja, Sabine ist aber auch eine sehr inspirierende Interview-Partnerin. Vielen Dank für das Blog-Lob! Du schreibst über Japan?! Wow, das finde ich auch sehr interessant. Werde mich mal in Ruhe bei dir umschauen.

      Viele Grüße,
      Christina

  4. Tabitha 6. September 2016 at 15:45 - Reply

    Spannende Fragen und geniale Bilder. Da wacht die Australien-Sehnsucht doch direkt wieder auf…

    • On Brink 7. September 2016 at 2:19 - Reply

      Schön, dass dir das Interview gefallen hat! Du warst ja auch schon ordentlich in Australien unterwegs. Kein Wunder, dass du dann ein bisschen Australien-Fernweh bekommst 🙂

  5. Pia & Cris 17. September 2016 at 8:49 - Reply

    Hey Christina,

    wir haben dein Interview auch schon bei fratuschi kommentiert. Das Slow work and travel finden wir richtig gut.
    Australien ist auch für uns einfach eines der schönsten Länder. Cris war 2008 auf dem roten Kontinent, um das Land per work and travel zu bereisen. Die meiste Zeit an der Westküste. Es ist absoult einfach autentischer.
    Als kleiner Tip für die Jobsuche, geht einfach in die Geschäfte oder Bars und fragt. So hat Cris auch arbeit in Broome gefunden. Für die Bars benötigt ihr allerdings noch ein RSA.

    Liebe Grüße und echt schönes Interview
    Pia & Cris

    • On Brink 20. September 2016 at 8:18 - Reply

      Hallo ihr Zwei, vielen Dank für euer Lob und eure Tipps. Wir werden während der Recess Week jetzt erstmal einen gemeinsamen Road-Trip starten und danach nochmal das Thema Job angehen 🙂 LG Christina

  6. […] Und nun bitte schön, hier geht es lang : „Fratuschis Liebe zu Australien“ […]

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