Von tollen Künstlern, Kanonenschüssen im Paradies und wie das so ist mit der Full Moon Party Down Under.

Cultural Festival Townsville


Erinnert ihr euch an »mein aller erstes Video? Da bin ich über einen der vielen Straßenmärkte in Berlin geschlendert und habe mich gewundert, ob es in Australien wohl auch regelmäßig Märkte gibt. Oh jaaaa, es gibt sie! Nicht nur der regelmäßige Markt am Sonntag, den wir noch erkunden müssen. Es gibt ab und an einen »Night Market und in dieser Woche findet das Cultural Festival in Townsville statt. Da gibt es nicht nur wundervolle Künstler, die tolle Gesangs- und Tanzshows liefern, sondern auch super süße und kreative Marktstände.

Cultural Festival Townsville

Einziger Nachteil…

Alles kostet ungefähr drei Mal so viel wie in Berlin. Somit reiße ich mich erstmal noch zusammen und schlendere zusammen mit »Anna und Chris über das Festivalgelände. Leckeres Essen, kreative Marktstände, gute Musik. Hier könnte ich mich ewig aufhalten. Blöd nur, dass wir noch rein gar nichts für unser kommendes Maggie-Wochenende inklusive Full Moon Party Down Under gepackt haben und auch noch 30 Minuten mit dem Fahrrad nach Hause brauchen. Nachdem wir beim Wanky Queensländer einer grandiosen Sängerin zugehört haben, erlöse ich Chris – der nicht so der Markt-Mensch ist – und wir machen uns auf den Weg nach Hause.

Townsville Cultural Festival

Anna versucht sich im Jonglieren

Mit Fahrrad auf Maggie Island

Lass uns die Fahrräder mitnehmen, dann sind wir nicht von den Bussen abhängig…haben wir uns gedacht. Dann können wir die Insel mit dem Rad erkunden und sind schneller…haben wir uns gedacht. Vielleicht fahren wir sogar zur Full Moon Party Down Under…haben wir uns gedacht!

Fehlanzeige!

Mein Tipp →

Nehmt die Fahrräder nicht mit auf die Insel!

Magnetic Island eignet sich wunderbar für viele Dinge:

  • Wandern
  • Tiere beobachten
  • Schnorcheln & Tauchen
  • Relaxen an traumhaften Stränden
  • Full Moon Party Down Under genießen
  • Einfach nur Faulenzen

Wofür es sich nicht gut eignet ist: Fahrrad fahren! Warum? Es ist einfach zu hügelig!

Vom Hafen sind wir an der Ostseite der Insel hoch zur Horseshoe Bay gefahren und es war unfassbar anstrengend. Über den ersten Berg haben wir uns noch gequält, beim zweiten sind wir abgestiegen und haben unsere Räder schwitzend nach oben geschoben. Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir völlig fertig oben angekommen, nur um dann Todesängste beim herunter fahren durchzustehen. Meine Bremsen sind extrem schlecht und es geht wirklich ziemlich steil bergab. Auf dem Rückweg habe ich den Weg herunter genossen, da wusste ich aber auch was mich erwartet. So ganz ohne zu wissen, was hinter der nächsten Kurve auf mich lauert, fand ich die Abfahrt dann doch ein wenig beängstigend.

Auf dem Weg zur Full Moon Party Down Under

 


Schade, dass man durch die Anstrengung so abgelenkt ist, ansonsten hätten wir die Aussicht etwas öfter genießen können. Wir fuhren bzw. schoben unsere Räder nämlich durch Straßen, gesäumt mit Eukalyptus-Bäumen. Hin und Wieder belohnte uns eine kleine Lichtung mit einem Blick auf tiefblaues Wasser und einen mit Schäfchen-Wolken gespickten Himmel.

 

Ein 10-Personen Haus für eine 15-Personen Gruppe


Über AirBnB haben wir ein Haus für 10 Personen gebucht. Wie es immer so ist, gibt es aber viele, die sich spontan entscheiden mitzukommen oder irgendjemand möchte doch noch die Full Moon Party Down Under miterleben. Wie auch immer, das Haus war für maximal 10 Personen gedacht. Maximal heißt, Leute die auf dem Sofa schlafen sind schon mit eingerechnet. Uns fehlten also tatsächlich fünf Schlafplätze. Als wir am Haus ankommen, ist Isabella die einzige, die bereits da ist. Wir entscheiden uns, das Schlafproblem später mit allen zu lösen.

Haus zur Full Moon Party Down Under

 

Kanonenschüsse im Paradies


Nach einer kurzen Verschnaufpause machen wir uns auf den Weg die Forts zu erkunden. Eine zweistündige Wanderung führt uns zu den alten Festungen, die Townsville von 1943 bis 1945 gegen Angriffe vom Meer her schützen sollte. Kaum vorzustellen, wie in diesem Paradies mit riesigen Kanonen um sich geschossen wurde. Heute wird die Ruhe ausschließlich von Touristen gestört, die die traumhafte Landschaft genießen oder nach Koalas Ausschau halten.

Wanderung vor der Full Moon Party Down Under

Bei unserem »letzten Maggie-Besuch haben wir uns gefragt, warum auf der Insel so viele riesige Felsen sind und wo die herkommen. Ein Hinweisschild dazu hat uns nun aufgeklärt: sie entstanden vor 275 Millionen Jahren als geschmolzenes Granit weit unter der Erdoberfläche. Vulkanische Aktivität schleuderte das Granit nach oben. Die Eiszeit und Erosion sorgen für die Oberflächenabnutzung und somit für die runden Felsen, die wir heutzutage sehen. Tadaaa, unsere Frage wurde beantwortet.

Relaxen vor der Full Moon Party Down Under

Wanderpause


Alles in allem waren wir vielleicht drei Stunden unterwegs aber mein von der »letzten Wanderung noch angeschlagenes Knie macht noch nicht so richtig mit. Jeder Schritt schmerzt und ich entscheide mich – mal abgesehen von der bevorstehenden Full Moon Party Down Under – das restliche Wochenende ruhig angehen zu lassen.

Nach und nach trudelt der Rest der Gruppe ein. Wir kochen eine riesige Menge Nudeln mit Tomatensauce und versuchen alle hungrigen Mäuler zu stopfen. Denise hatte die tolle Idee Schminke mitzubringen, so konnte der kreative Teil des Abends beginnen. Wirklich jede/r ließ sich von Bianca und Denise verzieren  JEDE/R AUßER CHRIS!!! Das muss hier hervorgehoben werden – der kleine Spielverderber!

Full Moon Party Down Under

Doch keine Full Moon Party Down Under?


Weder war es sonderlich voll, noch waren wir wahnsinnig betrunken. Dennoch: die Hälfte der Gruppe kam zunächst nicht rein, da unsere deutschen Personalausweise nicht akzeptiert wurden. Wir bräuchten zumindest einen Führerschein. Dumm nur, dass sie bei der letzten Party das genaue Gegenteil behauptet haben. Da galten die deutschen Führerscheine nicht, die Personalausweise aber schon.

Mein Tipp →

Nehmt euren Personalausweis und euren Führerschein für Full Moon Down Under mit.

Mit unterschiedlichsten Dokumenten – ich glaube am Ende half sogar eine Kreditkarte – kamen wir dann doch alle rein. So ein Theater kenne ich sonst nur, wenn die Party überfüllt ist. Das war hier nicht der Fall. Auch tanzten wir nicht direkt am Strand, wie bei der echten Full Moon Party auf Koh Panghan in Thailand. Mond und Meer waren aber von der Tanzfläche aus zumindest sichtbar. Der DJ war auch nicht der aller beste aber am Ende war das alles egal, denn wir hatten eine Menge Spaß! Das ist der Vorteil, wenn man mit so vielen Leuten unterwegs ist, die Rahmenbedingungen sind Nebensache, man macht einfach sein Ding!

Full Moon Party Down Under

© Anna Lansing

Entspannung pur


Einige schliefen auf dem Boden, andere zu dritt im Doppelbett. Chris und ich hatten die erste Nacht noch Pärchen-Bonus und durften allein im Doppelbett schlafen – keine Sorge, in der kommenden Nacht dann nicht mehr! So oder so schafften es alle irgendwie zur Ruhe zu kommen nach der wilden Full Moon Party Down Under und der nächste Morgen startete mit ganz viel Kaffee und Haferbrei für alle!

Entspannung nach der Full Moon Party Down Under

Den Samstag verbrachten wir unglaublich faul an der Horseshoe Bay. Sonnen, Schwimmen, Schlafen, Kaffe trinken, Sonnenuntergang genießen. Viel mehr gibt es zu dem Tag nicht zu sagen und ich habe es einfach geliebt! Ich glaube das war unser erster richtiger Strandtag in Australien. Bisher waren wir zwar oft genug am Strand aber nie den ganzen Tag lang und nur zum Faulenzen. Das roch nach Wiederholung!


Wiederholung in der Florence Bay!


Während die anderen am Sonntag wieder wandern wollten, lief ich mit Bianca und Max den kurzen Weg zur wunderschönen Florence Bay. Chris machte seinen Refresher Tauchkurs und ich genoss einen weiteren Strandtag. Mit dem Gedanken im Kopf, abends wieder mit den Rädern über Maggies grüne Hügel zu  ächzten, ließ sich ein weiterer fauler Nachmittag durchaus begründen.

Florence Bay

Zurück in Townsville


Ich arbeite gerade extrem voll gefressen am letzten Schliff dieses Beitrags. Wir waren mit unseren Nachbarn sowie Dave und Peggy Burritos und danach Eis essen. Extrem köstlich!!! Dave hat uns die Info gegeben, dass der Roadworthy-Mensch morgen Früh vorbei kommt und den Van anschaut. Wir sind also schon ganz kribbelig und hoffen, dass alles gut geht. Drückt uns also ordentlich die Däumchen!

Ich werde berichten, ob es was geworden ist und wir unseren Van endlich auf die Straße bekommen.

Liebe Grüße,

Eure Christina

»Ich bin Christina 

Schön, dass ihr mit mir nach Australien reist! Erlebt Down Under, seine Bewohner und ihre Geschichten durch meinen Blog. Profitiert vom Erfahrungswert meiner Australien-Experten und taucht ein, in die Schönheit des Roten Kontinents. 

2017-08-08T12:25:07+00:00

2 Comments

  1. Henry 26. August 2016 at 13:58 - Reply

    Hai folk,
    alle Daumen nach oben…habe aber leider nur zwei …. einfach zauberhaft Euer Abenteuer … wird ja immer interessanter und wilder … beim Tauchen auf den „Octopus“ aufpassen … nichts auslassen… alles filmen … aber war da nicht was mit work …also work and travel??? …Ihr dürft ruhig Bilder von der Uni und von Euren Jobs zeigen …grins …
    He
    +
    🙂

    • On Brink 27. August 2016 at 2:42 - Reply

      Dankeee! Haha ja, Chris wird nächste Woche mal anfangen tatsächlich zu studieren 😛 In Townsville ist es echt schwer nen Job zu finden im Moment – also mal schauen, wie lang sich das Thema „Work“ noch hinziehen wird. Solange genießen wir den „Travel“ Part 🙂

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