Günstig durch Australien. Wir sind im Moment auf einem sehr geringen Budget unterwegs, weshalb wir unseren Road Trip auch mit einem »Relocate Car antreten. Nach dem absolut perfekten und ebenfalls nahezu kostenlosen »Tag am Cape Hillsborough mit grandiosem Tagesende am Carmila Beach folgten zwei Tage Mistwetter. Wir haben uns auf den Weg zur Zwillings-Stadt Agnes Water & Town 1770 gemacht. Von hieraus wollten wir nochmal eine Tour zum südlichsten Ende des Great Barrier Reefs machen. Hier ist es weniger besucht als um Cairns herum und wir hofften auf einen weiteren grandiosen Tauch- und Schnorchelausflug. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Wir wachten um 5 Uhr morgens im Zelt auf, was nach und nach nass wurde und entschieden uns weiter nach Hervey Bay zu fahren.

Hier gibt es eine größere Auswahl an Hostels und wir gönnten uns – das einzige Mal auf diesem Trip – ein Bett im Hostel. So verbrachten wir einen trockenen Tag am Laptop und konnten ein bisschen Content aufarbeiten. Das einzige was wir von Hervey Bay gesehen haben war der schöne – aber wolkenverhangene – Strand sowie ein kleiner Park, in dem ich ein Schild gefunden habe, das ich gern mit euch teilen möchte:

 

Kostenlos durch Australien: Aborigine-Kultur

Hübsches Maryborough

Am nächsten Tag wachten wir zwar nach wie vor mit Wolken auf, es war aber zumindest trocken. Fährt man die 120km von Hervey Bay (Gateway to Fraser Island – wir kommen später nochmal wieder) nach Rainbow Beach kommt man durch ein süßes, historisches Städtchen, das man nicht links liegen lassen sollte. Maryborough ist einer dieser Orte die man besuchen kann und die dazu beitragen, dass man günstig durch Australien kommt. Hier kann man sich nämlich (fast) alles in Ruhe und ohne Eintrittsgelder anschauen. Maryborough diente lange Zeit als Einwanderungshafen für Immigranten und die Stadt bemüht sich diese Geschichte über Storytelling Elemente zu erzählen.

Günstig in Australien: historisches Maryborough

Stört einen als Europäer sonst die fehlende Individualität Australischer Städte und Dörfer, kommt man in Maryborough auf seine Kosten. Hübsch hergerichtete historische Gebäude säumen das Straßenbild. Das Tuten und Zischen der historischen Dampflock klingt durch den ganzen Ort. Als wir dort waren (an einem Sonntag) spielte sogar ein klassisches Orchester und schwups, fühlte man sich in ein anderes Jahrhundert zurück versetzt.

Mein Tipp →

Ein Zwischenstopp in Maryborough lohnt sich!

Strand-Autobahn

Günstig durch Australien kommt man ebenfalls am Rainbow Beach. Ein wunderschöner weißer, unendlich langer Sandstrand. Sanddünen unterschiedlichster Farben geben dem Strand – Rainbow Beach – seinen Namen und gleichzeitig einen bilderbuchreifen Rahmen. Wir laufen glücklich und frei mit wehenden Haaren (ich – Chris nicht) und Sand zwischen den Zehen durch die wunderschöne Landschaft.

HUUUUUUPPPP!!!

Was ist jetzt los? 3 Allrad-Geländewagen heizen vorbei und hupen, da sie wegen uns einen Schlenker machen müssen. Hä? Seit wann wird man als Fußgänger am Strand angehupt, was soll das denn? Rausch, Brumm, Tröt. Weitere verrückte Australier in ihren fetten Jeeps rasen an uns vorbei. Das ist einer dieser Momente, in denen ich die Australier so überhaupt gar nicht verstehe und wo ich mich frage, was in ihren Köpfen vorgeht. Warum wird dieser wunderschöne Fleck Erde mit Autoabgasen verpestet? Warum findet man es lustig an so einem Strand mit dem Auto wie wild entlang zu rasen und friedliche Spaziergänger anzumeckern?

Günstig durch Australien: 4WD am Rainbow Beach

Flucht auf die Dünen

Dennoch: wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen und suchen einen Ort, an den es kein Autofahrer schafft – die Dünen. Es geht steil bergauf, die Füße sacken bis zum Knöchel im Sand ein. Prustender Weise schaffen wir es einige Meter nach oben. Der Blick? Grandios!

Auf der Düne

Mit der steilen Sand-Wand zwischen uns und den Autofahrern erscheinen sie uns schon weniger stressig. Dennoch kann ich mich mit dieser Idee nicht anfreunden! Strände bedeuten für mich normalerweise Natur pur, vor allem in Australien.

Günstig durch Australien – kostenlos am Rainbow Beach

Wir genießen den Blick trotzdem und haben viel Spaß beim Herunterrennen der steilen Düne. Es werden viele Touren für’s Sandboarding am Rainbow Beach angeboten. Hierbei läuft man die Dünen hoch um sie dann surfender Weise auf einem Brett herunter zu „fahren“.

Meine Meinung →

Herunterrennen macht mindestens genauso viel Spaß!

Der Kopf kommt gar nicht so schnell hinterher um den Füßen den Befehl zum Laufen zu geben. Die Düne geht so steil nach unten, dass die Beine einen Automatismus entwickeln. Die Zehen verschwinden tief im weichen Sand, die Schwerkraft zwingt Füße und Beine aber dennoch dem Körper auf dem Weg nach unten zu folgen. Welch ein Spaß! Es ist einer dieser Tage, an denen man günstig durch Australien kommt! Rainbow Beach ist unserer Meinung nach nämlich ohne Tour mindestens genauso lustig. 

Düne verschlingt Regenwald

Wir bekommen an dem Tag nicht genug von irrealen Sand-Formationen und buntem Sand-Anhäufungen. Vom Rainbow Beach geht es nur ein paar Minuten weiter zur Carlo Sandblow. Eine riesige Sanddüne, die durch kontinuierlichen Küstenwind langsam aber sicher den Regenwald unter sich begräbt. Ja, den Regenwald! Die ältesten, größten und massivsten Bäume dieser Welt werden einfach vom Sand verschlungen. Das muss man sich mal vorstellen.

Chris rennt günstig durch Australien

Die Macht der Natur ist unendlich! Der Anblick ist absolut verwirrend. Es scheint als würden die Kräfte der Natur miteinander Kämpfen. Wind und Sand gegen Wald – wer ist stärker? Es sieht aus als laufe man am Strand entlang, auf der einen Seite gelangt man aber lediglich zu den Baumkronen der Dschungel-Riesen.

Wir auf der Carlo Sandblow

Auf der anderen Seite realisiert man, dass man sich etliche Meter über dem eigentlichen Strand befindet. Die steilen „Felswände“ unter sich bröckeln teilweise und uns wird bewusst, dass es sich hier um fest gewordenen Sand und nicht um festen Stein handelt.

Blick von der Carlo Sandblow

In diesem Fall sollte man also wirklich nicht zu nah am Rand der Düne laufen, ansonsten kann es durchaus passieren, dass man sich wenige Sekunden später einige Meter weiter unten befinden wird. Der Anblick ist völlig surreal und wunderschön. Wir rennen und tollen herum – das Kind in uns wird an diesem Ort aktiviert und wir erfreuen uns an der Tatsache, dass Orte wie diese jedem Menschen absolut frei zugänglich sind. Wie gesagt: günstig durch Australien zu kommen und trotzdem all diese wundervollen Dinge sehen zu können ist absolut möglich!

See in weißem Kleid

Von historischer Stadt, zu endlosem Sandstrand über machtvolle wälderbegrabende Sanddüne zu See in weißem Rahmen. Was für ein Tag! Unser letzter Tagespunkt war ein Tipp der örtlichen Touristenformation, ansonsten hätten wir nie vom Lake Poona erfahren.

Mein Tipp →

Auch wenn man denkt alles online finden zu können, manchmal haben die örtlichen TI’s doch noch wertvolle Tipps über Orte, die man online noch nicht gefunden hat!

Eine winzige – und für nicht Allrad-Fahrzeuge noch sichere – Straße führt zu einem kleinen Parkplatz, von dem aus man noch ungefähr 30 Minuten durch den Regenwald laufen muss. Begleitet von den Geräuschen des Dschungels erreicht man nach der kleinen Wanderung einen – wieder irgendwie surreal aussehenden See.

Günstig durch Australien am Lake Poona

Das dunkle Wasser des Sees wird von absolut schneeweiß leuchtendem Sand eingerahmt. Spielt man etwas im Sand herum – unser inneres Kind ist immer noch aktiv – findet man plötzlich dunkelgrünen Sand direkt unter der oberen weißen Schicht.

Sand am Lake Poona

Also der Name der Region Rainbow Beach ist wirklich Programm. So viele unterschiedliche Sand-Töne wie ich an diesem Tag gesehen habe, sind mir in den ganzen letzten Jahren nicht unter die Augen gekommen. Wir lassen die Ruhe der Umgebung eine Weile auf uns wirken und stellen dann fest, dass es auch noch ein Echo an diesem Ort gibt. Aiaiaiai, unser inneres Kind hat so viel Spaß an diesem Tag. Erst im Sand herum tollen, dann im Sand mit grün hervorkommender Farbe malen und dann auch noch mit einem deutlich zu hörenden Echo herum spielen. Herrlich!

Mein Fazit →

Ein Tag am Rainbow Beach muss absolut gar nichts kosten!

Mit lautem Grillen-Gezirpe machen wir uns kurz vor der Dunkelheit auf den Weg zur Abendstation: dem »Boreen Point Campground. Von hier haben wir es dann nicht mehr weit zu unserer nächsten Station Noosa. Außerdem können wir hier wieder direkt am Wasser schlafen – diesmal zwar nicht am Meer aber am schönen Cootharaba Lake. Was uns dann in Noosa erwarten wird? Ihr dürft gespannt sein…

Hast du auch Möglichkeiten gefunden günstig durch Australien zu reisen? Erzähle uns gern davon in den Kommentaren, wir würden uns freuen!

Viele Grüße,

Eure Christina

»Ich bin Christina 

Schön, dass ihr mit mir nach Australien reist! Erlebt Down Under, seine Bewohner und ihre Geschichten durch meinen Blog. Profitiert vom Erfahrungswert meiner Australien-Experten und taucht ein, in die Schönheit des Roten Kontinents. 

2017-08-08T12:33:17+00:00

2 Comments

  1. Ravina 27. Januar 2017 at 14:08 - Reply

    Wooow Australien ist echt voll schön *_* Dort muss ich auch unbedingt mal hin *hihi* Der Strand ist einfach ein Traum.
    Liebe Grüße 🙂

    • On Brink 17. Februar 2017 at 10:13 - Reply

      Liebe Ravina, jaaa, wir sind auch sehr verliebt in das Land. Du musst unbedingt mal her kommen 🙂 Ganz liebe Grüße aus Down Under

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