Was wir nach der »unangenehmen Überraschung in Brisbane jetzt brauchen? Einen entspannten Ort zum Relaxen! Wir haben uns gegen Sightseeing im wuseligen Surfers Paradise entschieden und für einen Tag im ruhigen Byron Bay.

Unsere Erwartungen? Raggae Musik, entspannte Leute, einfach ein gechillter Vibe. Es heißt doch immer, es gäbe durchaus einige Hippies in Byron Bay oder?! Die Realität? Touristen, Quallen im Wasser, ein bisschen überlaufen. Ich will Byron Bay unter keinen Umständen schlecht machen. Wir hatten einen extrem entspannten Tag, aber den Ruf des schnuckeligen Hippie Örtchens können wir nicht bestätigen.

Keine Hippies in Byron Bay

Wieder mal kein Parkplatz

Nachdem wir uns in »Noosa zum ersten Mal seit Monaten wieder um die Parkplatzsuche kümmern mussten und wir in »Brisbane einen Strafzettel für’s falsch parken bekommen haben, gab es in Byron Bay einfach gar keinen Parkplatz mehr für uns. Den einzig freien, den wir ergattern konnten haben wir direkt wieder verlassen, da uns $4 die Stunde dann doch etwas zu viel waren. Somit sind wir einfach zum Campingplatz »Discovery Parks Byron Bay gefahren, um von dort die 15 Minuten zurück ins Stadtzentrum und zum Strand zu laufen.

Byron Bay

Byron Bay’s Zentrum hat auf jeden Fall schonmal einen großen Pluspunkt: ALDI!!!! Wir hätten nie gedacht, wie sehr wir uns über diesen Supermarkt freuen würden. Nach Monatelangem teurem Einkaufen bei Coles und Woolworth, haben wir es genossen uns ein gutes und günstiges Mittagessen bei Aldi zusammen zu kaufen. Was uns im Stadtzentrum außerdem ins Auge stach: lustige Schilder wie diese:

Schild in Byron Bay
Instagram Byron Bay

Wo sind die Hippies in Byron Bay?

Amüsiert machen wir uns mit leckerem Mittagessen ausgestattet auf zum Strand. Dort hole ich mir noch einen Flat White und die Entspannung kann beginnen. Wir staunen über die Menge an Menschen, die an uns vorbeilaufen. Viele Mädels sehen für mich eher aus wie das genaue Gegenteil eines Hippies. Aufgebrezelt und in knappen Bikinis stolzieren sie am Strand entlang. Gut, vielleicht ist das mal wieder ein typischer Fall von falschen Erwartungen. Ich hatte eher kleine Grüppchen im Kopf, die gitarrenspielend und bierchentrinkend am Strand sitzen, anstelle von endlosen Flirtereien der Barbies und Kens dieser Welt. Da fragt man sich schon, wo denn die Hippies in Byron Bay geblieben sind.

Keine Hippies in Byron Bay

Naja, ist ja auch eigentlich völlig egal. Beim Vor-mich-hin-träumen frage ich mich, in welche Gruppe ich uns eigentlich einsortieren müsste. Vermutlich in keine von beidem, wir sind mal wieder Hybride und Schubladendenken ist ja sowieso nicht angebracht.

Blaue Gefahr

Nachdem also unsere Mägen gefüllt, meine Kaffeesucht befriedigt ist und wir uns damit abgefunden haben keine Hippies in Byron Bay zu finden, wollen wir uns ins Wasser wagen. Dumm nur, dass der Strand voll ist mit blauen Quallen. Ihre langen Tentakeln schrecken uns ab und wir fragen die Life Guards, wie gefährlich sie seien. Wir müssten uns keine Sorgen machen, sie wären nicht sonderlich giftig, eine Berührung mit ihnen würde ungefähr so weh tun wie ein Wespenstich.

Na herzlichen Glückwunsch, darauf können wir nun wirklich verzichten. Warum das Wasser voll von Menschen ist, bleibt für mich ein Rätsel. Chris hat sich kurz herein gewagt, aber dann parken wir unsere ängstlichen Hintern auch wieder brav auf den Handtüchern.

Strand in Byron Bay

Weiter östlich geht’s nicht!

Am nächsten Morgen wollen wir uns noch den östlichsten Punkt des Australischen Festlandes anschauen. Die Tatsache, dass dort ebenfalls ein imposanter Leuchtturm zu finden sein soll – das Cape Byron Lighthouse – macht den kleinen Ausflug doppelt lohnenswert. Da wir auch immer ein bisschen wandern und dabei die schönen Ausblicke genießen wollen, parken wir nicht direkt am Leuchtturm sondern so, dass wir noch einen Teil des Cape Byron Walking Trails laufen können. Dieser beginnt mit etlichen Treppenstufen, belohnt aber dafür auch direkt mit einem Blick auf den scheinbar unendlich blauen Ozean.

Kein Hippie in Byron Bay

Eine schmale, perfekt gezogene weiße Linie zu unserer Linken, zeigt mal wieder wie viel weißen Sandstrand dieser Kontinent zu bieten hat. Unter uns prallen die Wellen gegen eine kleine, felsige Landzunge, während zu unserer rechten die Unendlichkeit zu finden ist.

Aussicht Byron Bay

Hellblauer Himmel, tiefblaues Meer. Das Gefühl, dass Australien hier quasi zu Ende ist und da draußen erstmal ganz viel Nichts kommt, ist aufregend.

Lighthouse Byron Bay

Weitere Stufen führen uns hinauf, zum scheinend weißen Leuchtturm. Wie kann ein Leuchtturm, der angeblich seit 1901 jeglichen Gezeiten trotzt so weiß aussehen? Mir scheint es, als müssten die Mainzelmännchen 3 Mal täglich kommen und dem ganzen Gebäude eine dicke Schicht Farbe verpassen. Auch beim näheren Hinsehen finden wir keinen einzigen kleinen Makel an den perfekt weißen Wänden. Mit den mir bekannten, teilweise wild aussehenden Leuchttürmen der deutschen Ost- und Nordsee hat dieses Türmchen wenig zu tun. Die Hippies in Byron Bay haben wir übrigens auch am Cape Byron nicht finden könnten. Es bleibt wohl ein Rätsel, wo der Ort diesen Ruf her hat.

Bye bye Queensland

Da wir nur noch einen Tag haben um unseren Mietwagen sicher in Sydney abzuliefern, müssen wir uns von der traumhaften Landschaft des Cape Byrons verabschieden. 400 km haben wir noch vor uns, um am letzten Stopp vor Sydney anzukommen: Port Macquarie. Was uns jetzt erstmal richtig bewusst wird – danke liebes Regenwetter – wir haben den „Sunshine State“ verlassen. Nach einem halben Jahr in Queensland, befinden wir uns jetzt in New South Wales. Es ist schon ein komisches Gefühl! So viel haben wir bisher erlebt, tolle Dinge haben wir sehen dürfen, auch einige negative Sachen waren dabei. Wir haben das Gefühl Australien und seine Menschen bisher gut kennengelernt zu haben. Verrückt, dass wir aber eigentlich nur einen so kleinen Teil des Landes gesehen haben.

Hello New South Wales

New South Wales hat uns in Byron Bay grandios empfangen. Wir haben nichtmal wirklich gemerkt, dass wir den „Sunshine State“ verlassen haben – nur die Zeitumstellung hat uns darauf aufmerksam gemacht. Jetzt wird es uns aber so richtig bewusst: Hallo lieber Regen!!! Als wir in unseren leichten Sommerklamotten an »Flynn’s Beach Caravan Park aussteigen, kommen wir uns ordentlich fehl am Platz vor. Kalt, kalt, kalt! Wie kann es sein, dass man nur ein paar Stunden im Auto sitzt und die Temperatur einfach mal um 10 Grad sinkt? Schnell bezahlen wir die obligatorischen $30 für private Campingplätze und ziehen uns fix um: Jeans und Jacken sind angesagt! Das hatten wir schon ziemlich lange nicht mehr!

Port Macquarie

Ein bisschen Zeit haben wir noch, um uns kurz Flynn’s und Nobby Beach anzuschauen, bevor der Regen stärker wird. Ich bin mir sicher, dass wir hier eigentlich eine gute Zeit haben könnten. Die Strände sind schön und getrennt durch hohe Felsen auf denen man herumklettern kann.

Port Macquarie

Leider kommen aus den dicken grauen Wolken schon bald ebenso dicke Regentropfen. Der Abend wird also brav auf dem Campingplatz mit der Suche nach Unterkünften in Sydney verbracht. Es wäre ja langweilig, wenn wir schon wüssten wo wir am nächsten Tag in Sydney schlafen können…

Viele Grüße,

Eure Christina

»Ich bin Christina 

Schön, dass ihr mit mir nach Australien reist! Erlebt Down Under, seine Bewohner und ihre Geschichten durch meinen Blog. Profitiert vom Erfahrungswert meiner Australien-Experten und taucht ein, in die Schönheit des Roten Kontinents. 

2017-08-08T12:34:11+00:00

8 Comments

  1. Henry 18. März 2017 at 20:50 - Reply

    Der Trailer ist ja wohl der Oberhammer….Uns fehlen die Superlativen für einen angemessenen Kommentar…Nehmt uns weiter mit… Lasst uns weiter Träumen…Lasst es nicht enden…Mit fühlbarer Spannung warten wir auf den nächsten Blog….Auf geht’s …LG aus den stürmisch kühlen Berlin H+R

    • On Brink 19. März 2017 at 10:38 - Reply

      Dankeeeee, da freut sich das Vlogger-Herz!! Wir werden euch IMMER mitnehmen, unsere 50-Stunden Arbeitswochen machen es zur Zeit ein bisschen schwer aber wir bleiben selbstverständlich dran. Bleibt gespannt 🙂

  2. Marlene & Ulrich Kozinski 11. April 2017 at 10:30 - Reply

    Ein wahrlich masterhafter Bericht von tollen Reiseerlebnissen!
    Alles Gute von
    Marlene und Ulrich Kozinski, Ettlingen

    • On Brink 13. April 2017 at 11:29 - Reply

      Hallo ihr Beiden,

      vielen, vielen Dank für euer großes Lob. Ich freue mich sehr, dass euch unsere Berichte so gut gefallen.

      Liebe Grüße,
      Christina

  3. Christa Gediga 13. Mai 2018 at 12:34 - Reply

    Es ist der 12. Mai und ich bin erst den 3. Tag hier in Byron. Ich finde schon dass Byron ein kleiner, verschlafene Hippyort ist. Es wimmelt hier nur so vor Hippys und Aussteigern, vor allem am späten Nachmittag und abends. Der Strand ist voll von Musikern und Künstlern und an jeder Straßenecke steht ein Musiker oder eine Band, teilweise sehr gut. (sehen alle aus wie Hippys.) Vielleicht liegt es an der Jahreszeit oder Uhrzeit. Ich finde es hier sehr entspannt und hippymäßig.

    • On Brink 7. August 2018 at 13:27 - Reply

      Hi Christa,
      hm ja ehrlicherweise haben wir ja auch nur einen kleinen Einblick bekommen. Ob es nun an der Jahreszeit lag oder an einer Vielzahl von unterschiedlichen Faktoren, bei uns war es irgendwie nicht so. Aber schön zu wissen, dass es das Byron Bay, von dem man immer so viel hört offenbar doch noch gibt 🙂
      LG Christina

  4. Claudia 22. Juli 2018 at 13:20 - Reply

    Hoi Christina sehr hilfreich wir planem Dezember 2018 nach Aistralien zu gehen für Standup Paddling. Ich war sxhon am Wohnung anschauen in Byron Bay da las ich deinen Kommentar über die blauen Quallen. Somit wohl nicht.

    • On Brink 7. August 2018 at 13:29 - Reply

      Hi Claudia,
      da würde ich mich an deiner Stelle generell nochmal genauer informieren. Dezember ist absolute Quallen-Zeit (zumindest an der nördlichen Ostküste), da müsst ihr sehr vorsichtig sein. Ich wünsche noch ganz viel Spaß beim Planen!
      LG Christina

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