Leben in Sydney. Für viele sicherlich ein Traum, für mich zunächst aber eher abschreckend. Nach unserem wunderschönen Monat »mit den Welpen, sehnte ich mich so gar nicht nach dem Großstadtleben. Laut, teuer, überlaufen. Wohnungssuche, Jobsuche, irgendwie erschien alles so anstrengend. Außerdem war der Abschiedsschmerz von unseren Hündchen natürlich sehr groß! Aber gut, Chris hat einen Praktikumsplatz den er für sein Studium braucht, also heißt es jetzt erstmal: „Großstadtleben wir kommen!“

Großstadt Leben in Sydney

Wohnungssuche leicht gemacht

Nachdem ich von allen Seiten gehört habe, dass die Wohnungssuche in Sydney der absolute Horror sein soll, bin ich mit den schlimmsten Erwartungen an die Sache heran gegangen. Wie unser Leben in Sydney wohl sein wird, wenn wir es nichtmal schaffen eine Wohnung zu finden? Erstmal dürfen wir in Chris Büro schlafen – allerdings nur in einer winzigen Abstellkammer mit Matratze und ich darf mich während der Arbeitszeiten auch nicht dort aufhalten. Dementsprechend war meine Motivation schnellstmöglich ein Zimmer zu finden extrem hoch. Was soll ich sagen? Wir sind am Samstag angekommen und am Sonntag in unser Zimmer gezogen. Vielleicht war es Glück, vielleicht Zufall? Ich weiß es nicht aber zum Thema Wohnungssuche in Sydney kann ich bisher nichts Negatives berichten. So sind wir mit unserem alltäglichen Leben in Sydney schonmal einen Schritt weiter gekommen.

Unsere erste Unterkunft in Sydney

Unsere erste Unterkunft in Sydney

Jobsuche leicht gemacht

Ähnlich verhält es sich beim Thema Jobsuche. Einfach ein paar Lebensläufe verteilt, beim dritten Café ein Probearbeiten bekommen und seitdem Full-Time am arbeiten. Ich glaube das Thema „Erwartungen“ habe ich schonmal angesprochen. Bei meiner Ankunft in Australien habe ich mir zunächst alles etwas einfacher vorgestellt. Die Erwartungen waren zu positiv. In Townsville musste ich dann lernen, dass es nicht ganz so einfach ist schnell einen Job zu finden. Falls ihr Interesse an weiteren Fehlern/ falschen Vorstellungen habt, die ich so begangen habe bzw. hatte, lest gern mal meinen passenden Beitrag »im Australien Backpackers Guide dazu. Mein Leben in Sydney habe ich mir super kompliziert vorgestellt. Meine Erwartungen waren also erstmal sehr gering. Dementsprechend war die Vorfreude auf die Stadt zunächst auch nicht so groß. In diesem Fall wurde ich dann aber vom Gegenteil überzeugt. Wohnungs- und Jobsuche waren innerhalb unserer ersten Woche in Sydney erledigt! Unser Leben in Sydney kann jetzt also so richtig losgehen.

 

Kaffee in Sydney

Ich arbeite an meinen Kaffee-Fähigkeiten

Job in Sydney

Wer hätte gedacht, dass ich mal Catering Aufträge erledige?

Versteht mich nicht falsch, ich sage nicht, dass es genau so immer laufen wird. Vermutlich hatten wir wirklich Glück und waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Sydney hat es uns auf jeden Fall leichter gemacht, als wir dachten!

Leben in Sydney

Die ersten Wochen habe ich unser kleines Viertel Stanmore kaum verlassen. Ein Job, den ich vorher nie gemacht habe (Barista), den ganzen Tag Smalltalk mit Kunden und ganz viel Stehen statt Sitzen! Das war erstmal extrem anstrengend.

Auf meinem Blog war eine Weile so ungefähr gar nichts los und ich habe außer arbeiten, schlafen und essen auch nicht viel erlebt! Unser Leben in Sydney ist also erstmal alles andere als spannend. Ich werde nochmal einen detaillierteren Beitrag zu unserem Alltag hier verfassen, heute soll es aber erstmal um die ersten Highlights gehen, die wir in Sydney entdecken durften.

Manly Beach

Der wohl zweit bekannteste Strand in Sydney ist Manly Beach. Nachdem wir vom bekannten »Bondi Beach nicht ganz so überzeugt waren, geben wir jetzt Manly die Chance uns zu beeindrucken.

Mein Tipp →

Sydney erkundet man am besten sonntags, da kosten alle öffentlichen Verkehrsmittel nur $2,50 für den gesamten Tag!

Vom Circular Quay aus nehmt ihr die Fähre, die euch direkt zum Manly Wharf bringt. Ja, auch die Fähre ist in den $2,50 sonntags inbegriffen! Nur ein Nachteil hat es sonntags die Stadt zu erkunden: man ist nicht allein. Als wir am Circular Quay ankommen trauen wir unseren Augen kaum. Das Ende der Menschenschlage ist nicht zu erkennen.

Stehen die alle für die Fähre an?!?

Ja, tun sie! That’s it, wir drehen um, das wird sicher ewig dauern, bis wir überhaupt auf die Fähre kommen! Da unser Leben in Sydney nicht mit viel Freizeit gesegnet ist, wollen wir die paar freien Tage, die wir haben nicht mit anstehen verbringen. Gott sei Dank setzen sich die Menschenmassen zu dem Zeitpunkt in Bewegung und wir staunen nicht schlecht, wie groß die Fähre ist. Alle wartenden Menschen passen auf nur ein Schiff. Völlig verrückt! So kommen wir Manly Beach dann doch noch näher.

Enttäuschung

Was ich an Manly Beach toll finde, ist die kleine Fußgängerzone. Fußgängerzonen findet man in Australien nicht ganz so häufig. Die Sonne scheint, an jeder Ecke stehen extrem talentierte Straßenmusiker, Eis, HotDogs, Burger, Salate, was auch immer der hungrige Magen begehrt, hier werdet ihr fündig. Kinder spielen mit dem kleinen Springbrunnen, Ältere lauschen der Musik, braungebrannte Surfer spazieren mit ihren Surfbrettern unterm Arm barfuß die Gasse entlang. So habe ich mir das Leben in Sydney schon eher vorgestellt.

Manly - Leben in Sydney

Das gefällt mir! Auch unsere Mägen knurren bereits und wir können uns zum ersten Mal in Australien so richtig was gönnen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. 50-Stunden Arbeitswoche lässt grüßen. Mit HotDog und Burger gewappnet laufen wir Richtung Strand und…

…sind enttäuscht!

Soooo viele Menschen, zu viele Menschen.

Hai Gefahr

Auch fehlt mir die Atmosphäre, es ist halt einfach ein langer, voller Strand. Da finde ich die Manly Cove direkt an der Anlegestelle noch schöner. Naja, wer sich aber in die Wellen stürzen möchte, ist hier sicherlich richtig aber Vorsicht: Haie sind keine Seltenheit. Auch während unseres Aufenthaltes wird eine Hai-Warnung durchgegeben.

 

Strandleben in Sydney

Strand direkt am Manly Wharf

Watsons Bay

Wie immer: die weniger bekannten Orte begeistern. Die Watsons Bay ist jetzt auch nicht gerade unbekannt aber Bondi und Manly sind den meisten Weltenbummlern schon eher Begriffe. Als wir uns an einem weiteren freien Tag also auf den Weg zur Watsons Bay machen, werden wir positiv überrascht. Wir sind mit dem Bus hin und mit der Fähre zurück gefahren. Ich finde die Busfahrt auf jeden Fall lohnenswert, da man durch super schöne Wohngebiete mit Villen fährt. Jaja, für viele Australier sieht das Leben in Sydney so aus: Villa mit Meerblick, dickes Auto vorm Haus und das Boot unten am Hafen. Es gibt schon viel Wohlstand in Australien!

Watsons Bay Sydney

Der Bus hält direkt am wunderschönen Gap Park. Hier kann man beobachten, wie sich die Wellen der Tasmanischen See langsam in den Sandstein der Watsons Bay fressen. Der Sydney Harbour National Park erstreckt sich über die Halbinsel. Wanderer kommen mal wieder auf ihre Kosten! Sydney kann man hier von der ruhigen, gemütlichen Seite kennen lernen. Ich bin absolut begeistert von diesem Ort. Die Skyline der pulsierenden Großstadt immer im Blick, während um einen herum die Grillen zirpen und Vögel zwitschern, als sei man kilometerweit von jeglicher Zivilisation entfernt. Einer der Gründe, warum ich das Leben in Sydney mag: man kann dem Großstadt-Rummel sehr leicht entfliehen.

Leben in Sydney genießen

Romantik pur

Während wir auf der idyllischen Marine Parade auf die Fähre zurück warten, beobachten wir die Schönen und Reichen, die ihr dekadentes Leben in Sydney genießen. Mit ihrem überteuerten Champagner sitzen sie an Tischen mit weißen Tischdecken und tauschen sich vermutlich über den neuesten Klatsch und Tratsch aus. Ein Aspekt, der mir am Leben in Sydney nicht gut gefällt: alles ist so wahnsinnig teuer. Während ich es mir in Berlin auch ohne Probleme leisten könnte, an so einem Tisch zu sitzen weiß ich ganz genau, dass die Menschen, die hier in Sydney in einem so fein aussehenden Restaurant speisen alle ein dickes Portemonnaie haben müssen.

Teures Leben in Sydney

Egal, wir genießen unser junges und freies Leben, viel Geld brauchen wir nicht zum glücklich sein! Uns macht zum Beispiel wahnsinnig glücklich, dass wir die Fähre zurück in die Stadt zufällig genau passend zum Sonnenuntergang erwischen. Ein dickes Kreuzfahrtschiff kommt uns auch noch entgegen. Mit der Liebe seines Lebens über das Meer gleiten, der untergehenden Sonne und der Skyline einer der schönsten Städte der Welt entgegen fahren…reicher können wir doch gar nicht werden oder?

Sonnenuntergang Sydney

Besuch in Australien

Ja, Australien ist am anderen Ende der Welt, dementsprechend ist es eher unwahrscheinlich, dass Freunde oder Familie mal kurz vorbei schneien um uns zu sehen. Einer hat es aber geschafft: unser ehemaliger Kollege Patrick. Chris und ich haben uns beim »Deutschen Tourismusverband kennen gelernt und beide gekündigt, um uns auf die Reise zu begeben. Patrick arbeitet nach wie vor dort und hat seinen Urlaub für eine Australien-Reise genutzt.

Patricks Tipp →

Unbedingt Tasmanien besuchen!

Seine Fotos machen wirklich sehr viel Lust die Insel zu erkunden. Leider werden wir zumindest während dieses Aufenthaltes keine Zeit mehr dazu haben. Aber: wir sind noch jung und werden sicher irgendwann zurück kommen!

Besuch in Sydney

Wie unser Leben in Sydney weitergeht? Bleibt dran und wir zeigen es euch im nächsten Beitrag.

Liebe Grüße,

Eure Christina

»Ich bin Christina 

Schön, dass ihr mit mir nach Australien reist! Erlebt Down Under, seine Bewohner und ihre Geschichten durch meinen Blog. Profitiert vom Erfahrungswert meiner Australien-Experten und taucht ein, in die Schönheit des Roten Kontinents. 

2017-08-08T12:38:11+00:00

4 Comments

  1. Norma 22. Juni 2017 at 18:25 - Reply

    Ich gebe zu Dein Leben erweckt ein wenig Neid in mir, obwohl ich es mir anderseits gar nicht vorstellen könnte so weit weg von der Schweiz zu leben. Allerdings erfüllen wir uns mit dem Besuch von Australien einen großen Traum, das dreimonatige Touristenvisum lässt täglich die Vorfreude steigern. Und Dank Deiner tollen Tipps habe ich wieder einiges mehr, auf das ich mich freuen kann

    • On Brink 23. Juni 2017 at 10:19 - Reply

      Nein, sie niemals neidisch! Freue dich einfach darüber, dass es dir bald auch möglich sein wird diesen schönen Kontinent zu bereisen. Auch am anderen Ende der Welt holt dich der Alltag irgendwann ein, demnächst wird es mal ein Alltags-Video geben damit man sehen kann, dass wir natürlich nicht jeden Tag am Strand chillen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen 🙂 Schreib mir einfach, falls du noch mehr Tipps brauchst oder konkrete Fragen hast. Ansonsten wünsche ich schonmal GANZ VIEL Spaß bei eurer Reise!

  2. Anna 20. Juli 2017 at 13:47 - Reply

    Schöner Artikel über ein tolles Land. Die Tipps sind super!

    Herzlich,
    Anna

    • On Brink 21. Juli 2017 at 10:08 - Reply

      Vielen Dank liebe Anna! Freut mich, wenn der ein oder andere Tipp weiterhilft 🙂

      Liebe Grüße,
      Christina

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