Zufällig entdecke Märkte, Diskussionen übers Wild Campen, Entspannung pur in Palm Cove und das wahre Glück im Norden von Cairns. Unser Road Trip geht spannend weiter…

Campen in Hofeinfahrten ist heiß!

Die Sonne prallt ab 6 Uhr morgens erbarmungslos auf unseren Van. Da sämtliche Campingplätze in und um Cairns relativ teuer sind, haben wir die Möglichkeit ergriffen und in der Hofeinfahrt von Mick und Lisa gecampt. Wir kennen die beiden von unserer »Ankunft in Australien über AirBnB. Sie lassen uns netterweise bei sich schlafen. Zwei Nächte hatten wir geplant zu bleiben um uns Cairns anzuschauen. Nach einem kurzen Spaziergang über die Esplanade und einem kurzen Blick in die Halle des Nachtmarktes war uns aber schon klar, dass wir direkt weiter fahren wollen.

Wir denken, dass der Norden von Cairns mehr zu bieten hat.

Das Sonnen-Problem in der Einfahrt bekräftigt diese Überlegung noch.

Kleine Überraschung

Zumindest die Aussicht vom Mount Whitfield aus wollten wir uns nicht entgehen lassen. Auf der Suche nach dem besten Ausgangspunkt entdecken wir einen schnuckelig wirkenden Markt. Daran kann ich nicht vorbei fahren. Chris ist weniger begeistert aber das ist mir in dem Moment egal – typisch Frau habe ich eine kleine Schwäche für Märkte.

Tank Market Cairns

Tank Market Cairns

Kleine, süße Marktständchen schmiegen sich an sämtliche tropische Gewächse. Live Musik erklingt aus allen Ecken, Lianen hängen vom schattenspendenden Baum. Bio-Kaffee, scharfe Hot-Dogs, Duftkerzen, Crepes – die übliche Geruchsexplosion bahnt sich ihren Weg in unsere Atemwege.

Ich liebe die Atmosphäre.

Neue Bühne, neue Musiker, verrückte Pflanzen. Der Markt ragt bis in den Botanischen Garten. Da wir auch noch den kleinen Berg hoch wandern wollen, sehen wir uns nicht den gesamten Garten an. Ein wenig lassen wir uns aber durch seine verwinkelten Pfade mit den künstlerisch angehauchten Bänken leiten. Wie es der Zufall so will, endet unser Pfad am passenden Ausgang um den „Red Arrow Circuit“ – den kürzesten der Mount Whitfield Wanderwege – zu beginnen.

Tank Markets Cairns

Mount Whitfield

Verwöhnt sind wir! Langsam merken wir, dass wir schon einiges hier gesehen haben. Durch die »faszinierenden Wanderungen und damit verbundenen Ausblicke, die wir bereits genießen durften, braucht es langsam etwas mehr um uns aus den Socken zu hauen. Vielleicht wären wir von den längeren Wanderwegen begeisterter aber der Kürzeste hat uns nicht unbedingt umgehauen.

Sicht auf Strände im Norden von Cairns
Man hatte einen ganz netten Ausblick – auch auf die Traumstrände im Norden von Cairns – aber es war nicht atemberaubend.

Fazit zu Cairns →

Great Barrier Reef: ein Traum! Die Stadt an sich: nicht sehenswert.

Ich habe auch schon einige andere Meinungen gehört aber das hier ist unser eigenes Fazit. Weder Chris noch ich hatten das Gefühl noch länger bleiben zu wollen.

Der Norden von Cairns

Wir können es nicht erwarten die Stadt gen Norden verlassen zu können. Hier erwarten uns Traumstrände, so viel wissen wir schon. Im Prinzip könnte man von Cairns bis Cape Tribulation alle paar Minuten an einem weißen Sandstrand anhalten. Wir haben uns aber für heute Palm Cove als Ziel gesetzt. Auch wenn dies einer der touristischeren Strände ist, wollen wir zumindest mal einen Blick drauf werfen und uns ein wenig abkühlen.

Palm Cove

Entspannung pur! Faul am langen Sandstrand liegen, ein Kaffee auf der Esplanade genießen und sich über die bunten Häuschen freuen. Trotz der touristischen Bekanntheit hat sich Palm Cove meiner Meinung nach seine relaxte Atmosphäre bewahrt. Hier kann man die Seele richtig baumeln lassen und findet alles in nächster Nähe, falls der kleine Hunger oder Durst kommt.

Lass uns einfach am Straßenrand schlafen.

Wäre es nach Chris gegangen, hätten wir Van Daggy wohl einfach am Straßenrand stehen lassen und hätten dort die Nacht verbracht. Ich bin allerdings zu schissig. Geschichten über immense Strafen kursieren in meinem Kopf.

Müssen wir das wirklich riskieren?

Mir wäre eine entspannte Nacht auf legalem Camping-Boden lieber. Wir einigen uns darauf weiter zu fahren und zu schauen, ob wir ein lauschiges Plätzchen zum Wild-Campen finden.

Palm Cove im Norden von Cairns

Wahres Glück im Norden von Cairns

Ich bin ein Mensch der viel zu viel denkt. Keine Ahnung woher das kommt aber den Kopf einfach mal komplett auszuschalten und den Moment richtig auf mich wirken lassen fällt mir schwer. Als wir uns entscheiden $34 für den Campingplatz „Elli’s Beach“ auszugeben um eine entspannte Nacht direkt am Strand verbringen zu können, gelingt es mir einen dieser seltenen Momente zu genießen. Wir sitzen auf unseren Campingstühlen mit einem kühlen Bier in der Hand und unsere Lieblingssorte der köstlichen Cadbury Schokolade. Vor uns fängt der Himmel an sich pink zu färben. Die Wellen rauschen laut, der Strand ist fast menschenleer.

Nur Chris und ich.

Das ist wahres Glück für mich! Ich denke nicht darüber nach, wo wir als nächstes hinfahren werden oder wie mein Job auf der Farm wohl werden wird, was nach unserer Zeit in Queensland sein wird usw. Ich bin jetzt einfach hier an diesem wundervollen Ort mit meinem Traummann. Das ist alles was ich wissen muss.

Glück im Norden von Cairns

Montag Morgen

Die Welt verachtet den Montag. Auch ich gehörte in Berlin zu den Menschen, die Montag nicht gerade ihren Lieblingstag nannten. Im Norden von Cairns sieht das anders aus: Montag Morgen vom Rauschen der Wellen geweckt zu werden und als erstes einen ausgiebigen Strandspaziergang mit einem Bad im unendlichen Ozean zu unternehmen, erscheint mir ziemlich perfekt. So lassen wir uns den Montag gefallen.

Ellis Beach im Norden von Cairns

Meine denkfreie Phase hält noch ein bisschen an, somit haben wir keinen richtigen Plan wohin es eigentlich als nächstes gehen soll. Ist das nicht herrlich?

Liebe Grüße,

Christina

»Ich bin Christina 

Schön, dass ihr mit mir nach Australien reist! Erlebt Down Under, seine Bewohner und ihre Geschichten durch meinen Blog. Profitiert vom Erfahrungswert meiner Australien-Experten und taucht ein, in die Schönheit des Roten Kontinents. 

2017-08-08T12:28:29+00:00

4 Comments

  1. Kerstin 17. Oktober 2016 at 20:00 - Reply

    Ihr Lieben, seht ihr denn die Stinger-Warnschilder nicht…..passt auf euch auf! Herbstliche PumkinGrüße aus Rainy Good Old Berlin.

    • On Brink 20. Oktober 2016 at 1:11 - Reply

      Ich weiß aber im September war noch keine Stinger-Season und vor Palm Cove ist ein Sicherheitsnetz gespannt. Mit dieser Kombination haben wir uns dann ins Meer getraut 🙂 Wir sind vorsichtig, keine Sorge! Liebe Grüße zurück aus dem brüllend heißen Nord Queensland

  2. Henry 21. Oktober 2016 at 14:01 - Reply

    ..fassungslos sitze ich hier im kalten regnerischen Berlin und frage nach dem Sinn des Lebens…was kann es schöneres geben als studying in foreign countries und work and travel … ich habe nur work and rain or pain…jammer, jammer…Chris sieht aber aus, als wenn er nur zum foto-Shooting aus der Box geholt wird, so weiß ist der Käse ….und Chris 2 kann noch lachen trotz harter Farmarbeit … wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, der Blog ist ein fake!!!! …wann sehe ich Bilder, wie Ihr zwei vor Crocos , Spiders und snakes wegrennt? Wann gibt es Videos mit Wolkenbrüchen, Staus und Bahnausfällen? Zensur?
    Die nächsten Bilder sollten das Thema „Die schwarze Nacht im Eimer“ haben! oder „Down under im cellar“!
    LG Henry,
    currently „the green one“

    • On Brink 25. Oktober 2016 at 3:15 - Reply

      Haha Henry, dein Sohn wird tatsächlich etwas braun. Ganz ehrlich, man sieht es am Möhre Band. Darunter ist er nooooch käseweißer! Wart’s ab, bald gibt’s Wokenbrüche, Drama und viel Arbeit. Das Leben kann nicht nur rosarot und sonnig sein 😛 Man könnte aber fast meinen, du gönnst uns unsere Picture-Perfect-Phasen nicht 🙁 🙁 Vorschlag für den Sinn des Lebens: sich für uns freuen 😛

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