Künstliche Felswände erklimmen, entspannen in den Ross River Lagoons um dann wieder ins Abenteuer zu wandern. Außerdem: Road Trip Planung für nächste Woche. Ihr dürft gespannt sein!

Die Kunst des Kletterns

Da wir ja generell noch nicht genug klettern, kraxeln und ungeahnte Muskeln beanspruchen, haben wir uns überlegt noch einen oben drauf zu setzen und Indoor Rock Climbing auszuprobieren. »Anna und Luen wollten ihren Abend im Hot Rock Center verbringen und haben gefragt, ob wir auch Lust hätten. Klar! Immer mal was neues ausprobieren, außerdem: wer weiß, vielleicht brauchen wir die erlernten Skills bei der nächsten Wanderung in Australien.

Vorbereitung für eine Wanderung in Australien

Nachdem ich an Schwierigkeitsgrad zwei und drei gescheitert bin, habe ich die einfachste Stufe für mich entdeckt – ihr wurde passender Weise die Farbe Pink zugeordnet. War mir alles egal, als ich endlich auch mal oben an der Wand angekommen bin, habe ich mich wie eine kleine Heldin gefühlt. Eins ist jedenfalls sicher: wären wir in der Natur ohne Sicherheitsausrüstung gewesen, wäre ich einige Male gestorben! Die nächste Wanderung in Australien auf der Kletterkenntnisse gebraucht werden, sollte also noch auf sich warten lassen.

Üben für die Wanderung in Australien

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Der nächste Morgen: Finger und Schultern sind deutlich zu spüren. Wie passend, dass wir an diesem Tag lediglich unsere Denkmuskeln anspannen wollen. Der TEDx Talk „Breaking Barriers“ hört sich ganz interessant an und wir entschieden, uns mal einen Tag voller kreativer Präsentationen zu gönnen. Die JCU bot allerdings lediglich ein Live Stream an, wir fanden uns also in einem Raum voller Leinwände wieder. Das wäre ja absolut akzeptabel gewesen, wenn der Sound nicht erst 3 Sekunden verspätet  und schräbbelnder Weise bei uns angekommen wäre.

Planänderung.

Nach 30 Minuten war klar, dass wir von dem Talk nicht viel mitnehmen können. Wir verlassen die Uni und haben einen völlig unverplanten Samstag in Townsville vor uns. Herrlich!

Entspannen vor der Wanderung in Australien

Ein freier Nachmittag gibt einem für so eine ‚kleine‘ Stadt trotzdem eine ziemlich große Auswahl an Unternehmungsmöglichkeiten. Ich habe zum Beispiel immer noch nicht die City Lane besucht, in der es süße, kleine Cafés geben soll. Auch waren wir nach wie vor nicht im Billabong Sanctuary oder im Museum of Tropical Queensland. Da es sehr schwül ist, haben wir uns allerdings für die Riverside entschieden. Direkt am Ross River kann man seinen Nachmittag sehr gut verbringen, verrückten Wassersportlern zuschauen, Tiere beobachten oder in den kostenlosen Swimmingpool springen. Es ist der perfekte Ort, um unsere vom Klettern angespannten Muskeln zu entspannen und sie für die Wanderung in Australien am nächsten Tag vorzubereiten.

Entspannen in den Riverside Lagoons

Auf zur nächsten Wanderung in Australien

Nach einer ziemlich kurzen Nacht – wir waren auf einem Geburtstag – klingelte der Wecker extrem aggressiv um 5.45 Uhr. Keine gute Zeit für einen Sonntag! Aber: wer was sehen und entdecken will, muss früh aufstehen. Wir quälten uns aus dem gemütlichen Bett und machten uns auf zum Treffpunkt mit dem Bush Walking Club Townsville. Nichts geht über eine gute Wanderung in Australien.

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein!

Der Song geht mir die ganze Zeit durch den Kopf. Genau so fühlt es sich aber gerade an. Wir fahren die schmale Straße nach Paluma hoch. Für Leute, denen beim Autofahren in Kombination mit vielen Kurven schnell schlecht wird, wäre die Fahrt nichts gewesen. Ich hingehen starre völlig fasziniert durch die Windschutzscheibe. Es sieht nebelig aus aber tatsächlich fahren wir gerade durch Wolken. So oder so habe ich das Gefühl, dass die Wolken in Australien niedriger hängen als in Deutschland. Heute habe ich meinen Beweis: nach nur einigen Minuten bergauf fahren wir bereits durch eine leichte Wolkendecke. Es sieht toll aus, wie sie an einigen Stellen von der Sonne durchbrochen wird und die konzentrierten Sonnenstrahlen vor uns auf der Straße tanzen.

Auf dem Weg zur Wanderung in Australien

Kleiner, machtloser Mensch

Ganze 30 Personen haben es an diesem Morgen aus dem Bett geschafft. Die große Truppe setzt sich langsam in Bewegung über den Campingplatz, rein in den Regenwald. Ja, das hier ist kein Busch mehr, hier beginnt der tropische Norden und dementsprechend befinden wir uns jetzt wieder im Regenwald. Für uns das erste Mal seit »Kuranda.

Warnschilder weisen darauf hin, dass nur erfahrende Wanderer weiter laufen sollen.

Chris und ich zählen nach unseren paar Wanderungen sicher nicht zu dieser Gruppe, dennoch sind die kleinen Pfade keine großartige Herausforderung für uns. Wir sind es ja mittlerweile eher gewohnt, gar kein Wege vorzufinden. Auf dieser Wanderung in Australien dürfen wir uns also tatsächlich auch mal auf die Umgebung und nicht nur auf unsere Füße konzentrieren. Für mich beeindruckend war ein riesengroßer Baum, den wir auf den Weg zu den Crystal Creek Falls gesehen haben. Es gab keine großartigen Informationen dazu – er ist vermutlich einfach uralt und deshalb so riesig. Er sieht jedenfalls imposant aus und dieses Land zeigt einem mal wieder, wie winzig der kleine Mensch eigentlich ist.

Auf der Wanderung in Australien

Wie machtlos wir im Zweifel sein können, zeigt uns auch die giftige Redbelly Snake, die sich mitten auf dem Wanderweg breit macht. Beißt sie uns, kommt es zu Lähmungen des Atemzentrums – das wäre wohl speziell mitten im Regenwald eher ungünstig! Sie gehört aber nicht zu den angriffslustigsten Schlangen und zischt bald wieder ins Unterholz ab. Tja, derartigen Weggefährten begegnet man wohl nur auf einer Wanderung in Australien.

Redbelly Snake

Phänomen Wasserfall

Ich weiß gar nicht genau, was sie an sich haben. Vielleicht ist es die Kraft des Wassers, das laute Rauschen, die Frage wo das Wasser schon überall war und wo es hin fließen wird. Vielleicht ist es aber auch einfach die Kombination mit Sonnenlicht, welches dem Wasser sein einmaliges Glühen schenkt. So oder so, Queensland ist nicht nur der „Sunshine State“, meiner Meinung nach ist er auch der „Waterfall State“. Unzählige Wasserfälle kann man hier entdecken und ich kann es kaum erwarten, sie alle zu finden. An dieses Exemplar – den Crystal Creek Falls – kommen wir jedenfalls ziemlich nah heran. Das macht ihn gleich noch beeindruckender.

An den Crystal Creek Falls

Ich könnte hier den ganzen Tag verbringen.

Vor mir dieser mächtige Schwall Wasser, der in die Tiefe stürzt. Um mich herum Regenwald, unter mir Felsen. Das alles in einem Nationalpark, den ich durch eine über Wolken gebaute Straße erreicht habe.

Kann mich mal jemand kneifen? Es ist einer dieser perfekten Momente.

Fledermaus Horror

Von einem bekannten geht es zu einem unbekannten Phänomen. Was zur Hölle sollen die Rock Gardens sein. Unser Ober-Wanderer Wilfried kann es nicht erklären – man müsse es selbst sehen – so seine mystische Aussage. Als wir ankommen verstehe ich ihn. Wow, ich glaube mein Name ist Jane und Chris ist Tarzan. Riesige Steinwände mit Moss und Farn überwachsen lehnen aneinander. Es sind riesige Felsen aber einige sehen tatsächlich wie richtige Wände aus.

Fledermaushöhle auf der Wanderung in Australien

Highlight des Rock Gardens: die Fledermaus Höhle. Sie ist so eng, dass immer nur 10 Leute gleichzeitig rein passen. Anna ist vor uns in der Höhle und ich höre sie nur quietschen.

Fledermäuse fliegen gegen deinen Kopf, Körper, sie fliegen sogar so tief, dass sie plötzlich an deinen Füßen sind.

Ihre Aussage hörte sich eher erschreckend als begeistert an. Trotzdem will ich es auch probieren. Schon am Anfang fliegen mir zig Fledermäuse überall gegen. Eine befindet sich zwischen Marius und mir, irgendwie zwischen unseren Beinen gefangen. Es ist verrückt diese sonst so unnahbaren Wesen plötzlich so nah an, um, unter sich zu sehen und sie unfreiwillig zu berühren. Chris ist genervt von meinem Gequieke und gibt mir zu verstehen, mich einfach auf den Boden zu hocken, dann fliegen sie nicht mehr gegen einen. So hocken wir da im Dunkeln in der Fledermaushöhle und lassen uns von kleinen Batmen bepinkeln.

Aussicht bei der Wanderung in Australien

Nach der beengenden Höhlen-Erfahrung ist es extrem schön, kurze Zeit später ein Plateau zu betreten, von dem ich die Weite und Freiheit Australiens wieder sehen und spüren kann. Lassen wir den Fledermäusen ihre dunklen Ecken. Wir bevorzugen dann doch das Sonnenlicht.

Little Crystal Creek

Auf dem Rückweg hängen die Wolken noch viel tiefer, sodass wir teilweise extrem schlechte Sicht haben. Das, was man sonst nur aus dem Flugzeug kennt, kann man hier auch einfach auf der Straße erleben. Nichtsdestotrotz bauen wir einen kurzen Stopp am Little Crystal Creek ein. Hier planschen und picknicken einige Australier entspannt und lassen ihr Wochenende ausklingen. Die bekannte Bogenbrücke taucht vor uns auf. Ich muss allerdings sagen, dass mich der Anblick nach all dem, was wir auf unserer heutigen Wanderung in Australien erlebt haben, nicht sonderlich umhaut.

Ende der Wanderung in Australien

Der erste richtige Road Trip

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht.

Schlechte Nachricht →

nächste Woche wird es kein Video und keinen neuen Blogbeitrag geben!

Gute Nachricht →

Wir werden On The Road sein und ordentlich Blog-Material sammeln!

Kommenden Freitag, den 23.09.2016 machen wir uns auf den Weg Richtung Norden. Es ist Recess Week – bedeutet so viel wie Mini-Semesterferien. Chris hat also Zeit mit mir durch die Gegend zu reisen. Wir sind eine Gruppe von neun Leuten, die sich gemeinsam auf den Weg machen. Inwieweit unsere Reisepläne zusammen passen und inwieweit wir getrennte Wege gehen müssen, wird man sehen. Ich werde euch über »Facebook und »Instagram auf dem Laufenden halten. Am 3.10. kommen wir wieder und ab dann dürft ihr euch auf geballte Video- und Beitragspower freuen.

Wandernde Grüße aus Townsville,

Eure Christina

»Ich bin Christina 

Schön, dass ihr mit mir nach Australien reist! Erlebt Down Under, seine Bewohner und ihre Geschichten durch meinen Blog. Profitiert vom Erfahrungswert meiner Australien-Experten und taucht ein, in die Schönheit des Roten Kontinents. 

2017-08-08T12:27:17+00:00

2 Comments

  1. Romy 13. Oktober 2016 at 12:49 - Reply

    Indoor-Climbing?! Dafür hätte ich ja keine Kraft in den Fingern und Armen. Ihr seht dabei aber ganz gut aus! Wie schlimm war der Muskelkater aber wirklich? 😉

    • On Brink 14. Oktober 2016 at 3:25 - Reply

      Ja Romy, ich hatte auch nicht genug Kraft, bin ständig abgerutscht. Vor allem die Finger habe ich in den nächsten Tagen ordentlich gespürt!!

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