Warum ist es eigentlich jedes Mal das Gleiche? Es ist nie einfach in einer neuen Stadt anzukommen. Was anfangs so schwer schien, wird am Ende doch ein tränenreicher Abschied.

Sind essentielle Punkte wie »Job- und »Wohnungssuche erstmal erledigt, geht’s darum „seine“ Stadt richtig kennenzulernen.

  • Wie komme ich problemlos von A nach B?

  • Was gibt es eigentlich alles zu entdecken?

  • Wo würde ich gern hinfahren?

Zu entdecken gibt es in Sydney unendlich viel, das war schnell klar. Von »Whale Watching vor den Toren Sydneys bis »Wandern in den unendlichen Weiten der Blue Mountains. Wir haben uns mit Vollgas in Sydneys natürliche Erlebniswelt gestürzt.

Ist die „Must-Do-List“ erstmal geschrieben, kommt irgendwann die Frage auf, ob man all das zu Zweit erleben möchte, oder ob man sich noch jemanden ins Boot holt. Zuhause verbringen wir schließlich auch viel Zeit mit Freunden. Das fehlt einem irgendwann. Mit unseren Mitbewohnern Julia und Steffen haben wir somit einen Tag den Royal National Park entdeckt. Wahnwitzige Fotos am Rande der Klippen machen, mit zerzausten Haaren über Sanddünen Wandern und den Tag mit einem kühlen Bierchen beenden. Das macht Spaß und man freut sich über neue Menschen, die man näher kennenlernen durfte.

Auch Tina und Daniel sind unsere Mitbewohner. Mit ihnen wagen wir uns auf die Bretter. Nein, nicht die Surf- sondern die Sandboards. 200km nördlich von Sydney befindet sich eine Wüste mit bis zu 30m hohen Dünen. Schnell färbt die Sonne unsere Gesichter rot und der Sand knirscht zwischen unseren Zähnen. Mit einem Brett unterm Hintern rasante Dünen hinab zu schlittern, den blauen Ozean im Hintergrund ist auf jeden Fall empfehlenswert. Mit unfassbar müden Beinen schleppen wir uns Gott sei Dank auch noch zum Mount Tomaree, um hier den Sonnenuntergang – wieder mal mit einem kühlen Blonden in der Hand – zu genießen. Noch ein unvergesslicher Tag mit neu gewonnen Freunden, den uns niemand mehr nehmen kann.

So und nun zurück zu meiner Anfangsfrage. Warum ist es eigentlich jedes Mal das Gleiche? Neues Zuhause gefunden, gut eingelebt, neue Freundschaften geschlossen.

Und dann ist alles auch schon wieder vorbei. Ein tränenreicher Abschied rückt näher.

Tolle Stadt

Ein halbes Jahr in ein und derselben Stadt. Anfangs hört sich das nach so unfassbar viel Zeit an. Am Ende stellt man fest: es war nicht genug Zeit! Wir fühlen uns so wohl hier, wir wollen nicht mehr weg! Genau das ist jedes Mal das Gleiche. Gerade dann, wenn man das Gefühl hat ein neues Zuhause gefunden zu haben, muss man weiter ziehen.

Bei mir startet dann das Gefühlschaos. Einerseits freue ich mich auf die neuen Abenteuer, andererseits könnte ich nur noch heulen weil ich nicht weg will. Da wird aus der sonst so gefassten Christina schnell eine Heulsuse. Dinge, die mich vorher genervt haben sehe ich dann nicht mehr. Alles ist plötzlich rosa-rot. Alles ist toll in Sydney und alles was kommen wird, kann kaum noch schöner werden. Warum bleiben wir nicht doch noch länger? Wir müssen doch eigentlich noch gar nicht weiter. Jetzt habe ich auch keine Lust mehr auf einen Road Trip. Lass uns doch bitte einfach bleiben!

Gott sei Dank habe ich Chris, der mich daran erinnert was wir noch alles entdecken wollten. Anders als bei unseren vorherigen Road Trips haben wir jetzt endlich mal genug Zeit und Geld. Deshalb sollten wir uns umso mehr auf unser bevorstehendes Van Life freuen. Doch als ich im Café meinen letzten Meat Pie mache, mein Chef seinen letzten Kommentar á la „die Pie Queen verlässt mich“ ablässt und mein Kollege und ich unsere letzte gemeinsame Schicht haben, merke ich nur noch den dicken, fetten Kloß in meinem Hals. Spätestens jetzt ist klar: das wird ein tränenreicher Abschied!

Tränenreicher Abschied

Sydney ist eine tolle Stadt, mit einer grandiosen Umgebung und herzlichen Menschen. Ich habe viel gelernt in den 6 Monaten und Sydney ist nach Vancouver die zweite ausländische Stadt, in der ich über ein halbes Jahr lang gelebt habe. Zum Abschied gehen wir Barefoot Bowling mit dem Team vom Core Café. Ein toller Tag und ein tränenreicher Abschied! Am Folgetag kommen bereits morgens unsere Nachmieter an. Wir holen unseren Wicked Camper ab, räumen die letzten Sachen ein und das war’s!

Das war’s!

Jetzt bleibt mir nur noch übrig mich an den weisen Konfuzius zu halten:

Leuchtende Tage. Nicht weinen, dass sie vorüber, lächeln, dass sie gewesen.

Nachdem ich euch über »YouTube an unserem Road Trip teilhaben lassen habe, gibt es unsere Erlebnisse nun auch bald in Wort und Schrift. Entschuldigt bitte die lange Pause aber Video- und Texterstellung habe ich simultan leider nicht geschafft. Passend zum neuen Jahr, wird’s jetzt wieder lebendig auf dieser Seite. Ich hoffe ihr hattet alle einen tollen Start in 2018 und jetzt ganz viel Lust mitzuerleben, wie ich mich langsam vom tränenreichen Abschied erholt habe.

Liebe Grüße,

Eure Christina

»Ich bin Christina 

Schön, dass ihr mit mir nach Australien reist! Erlebt Down Under, seine Bewohner und ihre Geschichten durch meinen Blog. Profitiert vom Erfahrungswert meiner Australien-Experten und taucht ein, in die Schönheit des Roten Kontinents.