Es kann nicht immer glatt laufen – unser Van ist kaputt! In den letzten Tagen des Road Trips gibt unsere Daggy einfach auf! Aber: Wir machen wie immer das Beste draus und lassen uns nicht unterkriegen. Mein neues Farmleben wartet schließlich schon auf mich…

Aufwachen am Daintree River

Der Fluss ist fast verschwunden, so dicht liegt der Morgentau auf ihm. Keine Menschenseele ist hier – die Sonne ist gerade erst aufgegangen. Die Ruhe und der frisch angebrochene Tag faszinieren mich. Der Morgentau gibt der ganzen Szene eine mystische Atmosphäre. Dabei hat mich der Daintree River sowieso schon in seinen Bann gezogen.

Die Morgenruhe genießen

Ein paar Meter von mir entfernt landet ein King Fisher. Ich bin kein Vogel-Experte aber wenn ich mich recht entsinne, kommt es eher selten vor, dass ein King Fisher quasi neben jemandem landet.

King Fisher Vogel neben mir

Vielleicht ist es auch die Abwechslung. Jeder liebt weißen Sand und Meer und wir sind sehr glücklich, in den letzten Tagen so viel davon gesehen zu haben. Das Highlight gab es natürlich am »Cape Tribulation. Dennoch ist es nach so vielen langen Sandstränden eine Wohltat, zur Abwechslung mal an einem Fluss zu sitzen. Grün eingerahmt mit Wiesen und kleinen Hügeln, könnten wir uns fast in Irland befinden.

Morgentau am Fluss

Ich bin jedenfalls froh, an diesem Morgen so früh aufgewacht zu sein. So habe ich die kleine Idylle eine Weile für mich. »Daintree Riverview Van Park ist auf jeden Fall der ideale Ort, die Seele so richtig baumeln zu lassen. Wahnsinnig viel gibt es in der Gegend nicht zu machen, so kann man einfach den Fluss auf sich wirken lassen und den bezahlbaren Stellplatz mit lieben Mitarbeitern genießen.

Entspannung am Fluss

Nicht unser Glückstag

Eines der Dinge, die man vom Daintree Village aus sehr gut machen kann sind Krokodil-Touren. In den Daintree River sollte man nichtmal seinen kleinen Zeh halten, so viel steht fest! Krokodile fühlen sich hier extrem wohl. Ein imposantes Fotoalbum unseres Tourguides zeigt, wie sie sich auch gern mal ausgewachsene Rinder schnappen.

Unser Pech:

Die Temperatur hat gerade in den letzten Tagen die perfekte Marke erreicht. Krokodile brauchen 28° um sich wohl zu fühlen. Ist das Wasser kälter, kommen sie regelmäßig an die Oberfläche um sich aufzuwärmen. Kommt die Wassertemperatur allerdings nah an das Ideal, bleiben die Reptilien besonders lange unter der Wasseroberfläche.

Gut für sie, schlecht für uns!

Wir schippern und schippern aber es sollte nicht sein. Wir bekommen kein Krokodil zu Gesicht. Dennoch genießen wir die wunderschöne Landschaft. Das leichte schaukeln des Bootes und die vorbeiziehende, grüne Idylle versetzt uns in eine Arte Entspannungs-Modus.

Dieser sollte allerdings nicht lang anhalten!

Wunderschöne Daintree River

Unser geliebter Van ist kaputt

Die Tablelands – dramatische Landschaft, hunderte Wasserfälle, perfekt gelegen zwischen Cairns und Townsville. Hier wollten wir uns die letzten Tage unseres Road-Trips aufhalten. Das Schicksal hatte allerdings etwas anderes mit uns vor.

Um von Cairns aus in die Tablelands zu gelangen, geht es Kilometerweise Serpentinen hoch. Ohne Servolenkung ist das ein gutes Workout. Nach einigen Kilometern berghoch kommt das erste Lookout, das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Während ich fröhlich ein paar Paprika schnippele und die Landschaft genieße, höre ich Chris plötzlich rufen:

Sche***, der Van ist kaputt!!

Der Van verliert einen Haufen Flüssigkeit – das sieht nicht gut aus!

Eine beachtliche Pfütze hat sich binnen weniger Minuten unter unserem Van gebildet. Was tun? Bei so einer Menge Flüssigkeit, ist es nie ratsam weiterzufahren! Man weiß nie, ob man den Schaden so dann nicht noch verschlimmert. Viel bleibt uns nicht übrig, wir rufen unsere Versicherung an.

1,5 Stunden später kommt der Abschleppwagen mit einem sehr freundlichen jungen Mann, der es versteht verzweifelte Menschen zu beruhigen. Er fährt uns zurück in den letzten Ort, den wir durchquert haben: Mossman. Hier waren wir auf dem Hinweg bereits. Wir werden zur überfüllten Werkstatt gefahren, die uns schnell klar macht, dass sie aufgrund des kommenden langen Wochenendes aus allen Nähten platzen. Wir müssen also mindestens eine Nacht bleiben. Gott sei Dank werden Abschlepp- sowie Unterkunftskosten von unserer Versicherung übernommen.

Must-Have Versicherung

Das ist keine Werbung, ich hatte keinerlei Kontakt zu der Allianz bezüglich meines Blogartikels aber ich muss ein ganz großes Lob aussprechen.

Mein Tipp →

Ich rate jedem, diese abzuschließen. Weder Abschlepp- noch Unterkunftskosten mussten wir vorstrecken, lediglich ein wenig Geduld mussten wir aufbringen. 1,5 Stunden Warten auf den Abschleppwagen und nochmal 1 Stunde, bis sie unsere Unterkunft organisiert haben. Diese war dann aber auch nicht die billigste des Ortes, sondern ein wunderschönes Motel mit Spa-Bereich, was wir uns selbst niemals hätten leisten können.

Mit so einer Versicherung, kann man sich dann auch mit einem alten Van beruhigt auf den Weg machen. Ist der Van wirklich mal kaputt, muss man zumindest kein Vermögen am Ort des Geschehens Ausgeben.

Van kaputt Unterkunft

Neuanfang auf der Farm

Gott sei Dank: Van Daggy ist nicht wirklich kaputt! Sie hatte nur ein paar kleine Wehwehchen – eine Dichtung am Motor musste getauscht und das Speedo-Kabel repariert werden. Danach waren wir wieder mobil. Ich konnte am 1.10. also meinen Farmjob in der Nähe von Charters Towers antreten. Nach der »grauenvollen Erfahrung in der Nähe von Ayr, war mir ordentlich mulmig. Direkt bei der Begrüßung war aber klar, dass ich es diesmal gut getroffen hatte.

Feierabend auf der Farm

  • Ich betreue die Kids Grace (9) und Ben (7)

  • Pflege der Renn- und Dressurpferde
  • Unterstützung bei der Pflege der Rinder- und Kuh-Herden

18km² Gelände besitzt mein Arbeitgeber. Eine kleine Farm für Australien, einfach nur riesig für Deutschland! Es ist ein anstrengender aber abwechslungsreicher Job und die Familie ist einfach großartig! Chris durfte nun auch zu mir ziehen, im Gegenzug hilft er hier und da aus. Im Idealfall findet er nun noch für ein paar Wochen einen Job in der Nähe.

Farmleben

Seit 6 Wochen bin ich nun schon hier und habe noch nie so viel über Landwirtschaft und Pferde gelernt! Es ist spannend, fair bezahlt und während unseres Aufenthaltes hier, haben wir keinerlei Ausgaben. Im Moment also perfekt für uns! Nun können wir planen, wie es nächsten Monat weitergehen soll.

Christina mit Pferd

Ihr dürft gespannt sein – wir sind es auch!

Liebe Grüße,

Christina

»Ich bin Christina 

Schön, dass ihr mit mir nach Australien reist! Erlebt Down Under, seine Bewohner und ihre Geschichten durch meinen Blog. Profitiert vom Erfahrungswert meiner Australien-Experten und taucht ein, in die Schönheit des Roten Kontinents.